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Überfischung am Aasee

Greenpeace macht auf Überfischung der Meere aufmerksam

Themengebiet:
Meere
  • Aktivist macht auf Überfischung der Meere aufmerksam
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Münster, 27.06.2009 – Ein Pavillon steht am Samstagnachmittag vor dem Aasee. In ihm hängt ein Netz voller Fische. Daneben stehen Bänke und ein Tisch mit Bastelsachen. Kinder und Erwachsene basteln immer mehr Fische und hängen sie ins Netz. So verdeutlichen die Greenpeace-Aktivisten und Passanten, dass der Überfischung noch längst keine Grenzen gesetzt sind. Stelltafeln und ein Film informieren über diese Problematik. Greenpeace Münster fordert daher alle Bürger dazu auf, keine bedrohten Arten mehr zu konsumieren.

„Wenn man die Worte ‚bedrohte Arten‘ hört, denken die meisten an Orang-Utans oder Pandabären. Dass aber auch der Fisch auf dem eigenen Teller dazu gehören kann, wissen viele gar nicht“, erklärt Manuel Bartels, Meeresexperte von Greenpeace Münster. „Zum Beispiel Rotbarsch und Kabeljau sollten nicht auf unserer Speisekarte landen. Hering und Makrele dagegen kann man beruhigt essen.“, weiß Bartels zu berichten.

Welche Fische akzeptabel sind und auf welche man verzichten sollte, zeigt der Fischratgeber von Greenpeace, den die Aktivisten verteilen. Dieser enthält u.a. die in Deutschland am meisten verzehrten Fische sowie solche, die zunehmend angeboten werden. Fischarten, die nicht nachhaltig befischt werden, sind rot gekennzeichnet, akzeptable Arten blau. Nachhaltig ist Fischerei für Greenpeace zum Beispiel, wenn sie die Bestände in biologisch vertretbaren Grenzen hält. So sollte man auf Seehecht, Scholle und Rotbarsch lieber verzichten. Akzeptabel hingegen sind Pangasius, Makrele und Hering. Wo man in Münster entsprechende Fischprodukte kaufen kann, zeigt der extra erstellte Fischführer für Münster. Dieser führt für die meisten ortsansässigen Supermärkte 2-3 akzeptable Fischprodukte auf und macht so einen bewussten Fischkonsum ganz einfach.

„Abgesehen von Gift, Klimawandel und Überfischung machen besonders die Fangmethoden den Meeren zu schaffen“, so Bartels weiter, „Grundschleppnetze z.B. reißen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellt, da der untere Teil der Öffnung über den Boden schrammt. Diese werden unter anderem beim Fang von Kabeljau und Schellfisch eingesetzt. Hiergegen etwas zu unternehmen ist für jeden ganz leicht möglich: Einfach beim Einkauf den unbedrohten Fisch wählen!“

 

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