Tropenholz im Taschentuch?

Greenpeace Münster veröffentlicht Einkaufsführer für Recyclingprodukte in Münsters Märkten

Themengebiet:
Wälder
  • Aktivisten informieren über die Produktpalette an Recyclingprodukten
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Münster, 15.3.2008 – Greenpeace-Aktivisten informieren heute in der Innenstadt über Münsters Produktpalette an Recyclingprodukten. So zeigen die Aktivisten in einem speziell für Münster erstellten detaillierten Einkaufsführer, wo welche Produkte aus Altpapier angeboten werden und auch wie viel diese kosten. Zusätzlich wird ein Supermarktranking veröffentlicht, welches das Angebot an Recyclingprodukten der verschiedenen Märkte und Kaufhäuser anschaulich gegenüberstellt. Greenpeace Münster fordert alle Bürger dazu auf, auf Recyclingprodukte umzusteigen.

„Gerade in diesem Bereich ist Umwelt- und Urwaldschutz für jeden ganz leicht – einfach beim nächsten Einkauf Recyclingprodukte wählen.“, sagt Manuel Bartels, Waldexperte von Greenpeace Münster. „Zusätzlich zu Papierprodukten wie Heften und Briefumschlägen, gibt es auch ein attraktives Angebot an Hygienepapieren aus Altpapier. Leider haben aber noch nicht alle Märkte ein umfassendes Angebot an Recyclingprodukten“, so Bartels weiter. „Aber dies zu ändern liegt auch in der Macht des Verbrauchers. Denn werden diese Produkte von den Verbrauchern gefordert, werden sie irgendwann auch angeboten. So fordern wir dazu auf, Recycling- statt Frischfaserprodukte zu kaufen und auch nach diesen zu fragen.“

Wo genau man in Münster welches Produkt bekommt, zeigen der Recyclingführer und das Supermarktranking. So bietet jeder Supermarkt Klopapier aus Recyclingpapier an. Taschentücher aus Altpapier sind allerdings nur im Superbiomarkt, Basic und Edeka zu finden. Sucht man Schreibwaren aus Altpapier, empfiehlt sich Karstadt. Hier sind Schnellhefter, Collegeblöcke, Schulhefte und Briefumschläge aus Recyclingpapier zu finden. Ein weiteres Ergebnis der Recherche von Greenpeace Münster ist, dass Recyclingprodukte 10 bis 20 % günstiger sind, als Produkte aus Frischfaserpapier.

„Die Verwendung von Recyclingprodukten schont nicht nur unsere Wälder, sie spart auch Ressourcen.“ erklärt Bartels weiter und zeigt dabei hinter sich auf einen Kasten mit 12 Litern Wasser, einem Kilogramm Holz und 20 Gramm Öl. Diese seien die Stoffe, die eingespart werden, wenn man statt einem Collegeblock aus Frischfasern einen Collegeblock aus Recyclingpapier herstellt. Zusätzlich würden 1,3 Kilogramm weniger CO2 produziert. Dies entspricht einem Volumen von ca. 600 Litern für nur einen Collegeblock wie ihn jeder Schüler und Student tagtäglich benutzt.

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