Per Schlauchboot zum Rathaus

Greenpeace inszeniert Klimakatastrophe in Münster

Themengebiet:
Klimawandel
  • Lass unsere Welt nicht untergehen! Werde Klimaschützer!
  • Lass unsere Welt nicht untergehen! Werde Klimaschützer!
  • Petra (Schwan) schaut auf die versenkten Häuser
  • /

Münster, 19.10.2007 – Das Aaseewasser plätschert gegen den Dachfirst des Rathauses, eine Ente paddelt um Cafe Kleinmann. Eine Turmuhr sagt: Es ist fünf VOR zwölf. Symbolisch für die drohende Klimakatastrophe versenkt Greenpeace Münster den Prinzipalmarkt im Aasee. Mehrere Modelldächer der berühmten Häuser ragen aus dem Wasser. Sie zeigen, was zwar nicht Münster, aber vielen Küstenstädten weltweit droht. Zehn Infotafeln am Ufer erklären, wie jeder im Alltag zum Klimaschützer werden kann.

„Mit dieser Aktion wollen wir den Münsters Bürger darauf aufmerksam machen, dass der Klimawandel auch hierher kommt“, sagt Sabine Baumkötter, Pressesprecherin von Greenpeace Münster. „Gleichzeitig möchten wir aber zeigen, dass jeder aktiv das Klima schützen kann. Denn ich möchte zukünftig nicht ständig meinen Keller auspumpen oder im Sommer mich wegen anhaltender Hitzewellen tagsüber im kühleren Haus aufhalten müssen.“

Wie jeder Bürger zum Klimaschützer werden kann, wird bei der Ausstellung am Ufer deutlich. So kann man ganz einfach das Klima schonen, indem man zum Beispiel Lebensmittel aus der Region kauft, sein Geld bei Umweltbanken anlegt und Ökostrom von z.B. Lichtblick, den Stadtwerken Münster oder Greenpeace Energy bezieht. Insgesamt zehn im Alltag umsetzbare Tips werden auf Stellwänden anschaulich präsentiert.

Die Aktion ist auch als Protest gegen die Beteiligung der Stadtwerke Münster an den klimafeindlichen Steinkohlekraftwerken in Hamm und Herne zu sehen. Am Mittwoch sprach der Aufsichtsrat der Stadtwerke die Empfehlung an den Rat der Stadt Münster FÜR eine Beteiligung an dem Kraftwerk der RWE in Hamm aus. Die abschließende Entscheidung steht allerdings noch aus. Deswegen sammeln die Greenpeace-Aktivisten als Teil des Bündisses „Saubere Stadtwerke“ weiterhin Unterschriften.

Pressebilder