Raus aus der Kohle

Greenpeace stellt sich gegen den Neubau von Kohlekraftwerken

Themengebiet:
Energiewende

Münster, 12.05.2012 – Einen Tag vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen protestieren etwa acht Greenpeace-Aktivisten mit einem Demonstrationszug durch die Münsteraner Innenstadt gegen den Neubau von Kohlekraftwerken. Ihr zwei mal vier Meter großes Banner trägt die Aufschrift „Stichtag 13. Mai! – Kohlekraft abwählen!“. Die Demonstration beginnt um 12:00 Uhr am Servatiiplatz.

„Kohlekraftwerke sind die größten CO2-Schleudern im Strommix!“ sagt Jan David Goossen, Klimaexperte bei Greenpeace Münster, „Als Brückentechnologie sind die unflexiblen Großkraftwerke völlig ungeeignet. Der Atomausstieg darf nicht als Vorwand für einen weiteren Ausbau benutzt werden.“

In NRW befinden sich derzeit neun Kraftwerksblöcke in verschiedenen Stadien von Bau und Planung, deutschlandweit sind es 23. Bekanntestes Beispiel ist das Kraftwerk Datteln 4, dessen Bau aufgrund einer fehlerhaften Genehmigung vorläufig gestoppt worden ist (weitere Informationen unter: www.greenpeace.de).
Greenpeace wendet sich insbesondere gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke. Bei einer Laufzeit von vierzig Jahren würden sie die Energiewende langfristig blockieren. „Ein konsequenter Umstieg auf erneuerbare Energien ist möglich und nötig“, so Goossen, „Wir wollen, dass es in NRW nach den Wahlen zu den richtigen Weichenstellungen kommt.“