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Pinguin und Eisbär suchen Asyl in Münster

Greenpeace Münster macht auf Folgen des Klimawandels aufmerksam

Themengebiet:
Klimawandel
  • Aktivisten als Pinguin und Eisbär verkleidet
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Münster, 24.01.2009 – Zwischen den Verkaufsständen auf dem Markt stehen ein Eisbär und ein Pinguin. Mit gesenkten Köpfen streifen sie zwischen den Einkäufern umher. Sie tapsen zum Prinzipalmarkt. Vor dem Rathaus lassen sie sich müde nieder. Pappschilder mit den Aufschriften „Klimaflüchtling“ und „Eisbär sucht Scholle“ machen ihren Kummer deutlich. Mit dieser Aktion machen Greenpeace-Aktivisten auf die Folgen des Klimawandels für die Artenvielfalt aufmerksam. Greenpeace Münster fordert jeden dazu auf, sich klimafreundlich zu verhalten. Eine gute Möglichkeit hierfür ist Ökostrom zu beziehen.

„Nicht nur uns Menschen hier vor Ort betrifft der Klimawandel. In der Antarktis, wo das Eis immer schneller schmilzt, zerstört er den Lebensraum vieler Tierarten.“, erklärt Sabine Baumkötter, Pressesprecherin von Greenpeace Münster. „Einige Pinguinarten finden keine Nahrung mehr, weil durch Überfischung und nun auch noch durch den Klimawandel die Fischbestände stark verkleinert werden. Anderen Pinguinarten schmilzt schlicht und einfach der Boden unter den Füßen weg.“, berichtet Baumkötter.

Das Eis der Polkappen taut. In der Antarktis brechen Eisflächen der Größe Jamaikas ab, driften ins Meer und schmelzen. Wissenschaftler warnen, dass in den nächsten 50-70 Jahren das Nordpolarmeer komplett eisfrei sein könnte. Die meterdicke schwimmende Eisschicht der Arktis zerrinnt, jährlich verliert sich eine Fläche der Größe der Niederlande im Nordpolarmeer. Damit schwinden zunehmend die Jagdgründe der Eisbären, die an den Bruchkanten des Meereises Robben jagen. Aber auch für die in den Eis-Regionen jagenden Völker wie die Inuit verlieren ihren Lebensraum.

„Klimawandel heißt nicht nur ‚anderes Wetter‘ für uns Menschen. Klimawandel heißt auch schnelleres Artensterben.„ so Baumkötter weiter. Laut dem IPPC-Bericht von 2007 über den Klimawandel und Auswirkungen, Anpassungsstrategien und Verwundbarkeiten sind 20 bis 30 % der Pflanzen- und Tierarten vom Aussterben bedroht, wenn sich die Erde um mehr als 2 bis 3 Grad Celsius erhöht.

Dem Klimawandel entgegen zu wirken heißt also sich für das Überleben von Pinguinen, Eisbären, Korallen und Co einzusetzen. Eine der vielen Möglichkeiten hierfür ist seinen Strom von verlässlichen Ökostromanbietern zu beziehen. Hier gibt es z.B. Naturstrom und Greenpeace Energy. Diese Anbieter liefern Strom, der CO2-arm bis CO2-neutral hergestellt wird. Der Wechsel selbst ist schnell und unbürokratisch geschafft. Es reicht z.B. ein Online-Formular auszufüllen.