Pestizidfreie Stadt Münster

Über 1800 Unterschriften für eine pestizidfreie Stadt Münster

Themengebiet:
Landwirtschaft

Presseerklärung vom 13. November 2016

 
Unterschriftenübergabe für eine pestizidfreie Stadt Münster - 
 
 
Keine chemisch-synthetischen Pestizide auf den Äckern
 

Münster, 13. Dezember 2016: Das Aktionsbündnis Gentechnikfreie Stadt Münster, ein Kooperationsbündnis von BUND, Greenpeace Münster und NABU Stadtverband Münster, setzt sich für eine gentechnikfreie und pestizidfreie Stadt Münster ein und hat in den letzten Monaten über 1800 Unterschriften für eine pestizidfreie Stadt Münster gesammelt.

Münster hat schon im Jahr 1990 den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf städtischen Flächen wegen der negativen Auswirkungen auf die Umwelt verboten. Ausgenommen sind jedoch die zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachteten Flächen. In der Landwirtschaft werden Pestizide großflächig eingesetzt. Die Pestizide sind inzwischen allgegenwärtig: im Boden und in Gewässern, in Lebensmitteln, im Blut und Urin des Menschen. „Pestizide verringern die Artenvielfalt, schädigen nicht nur Schadinsekten, sondern auch nützliche Insekten, Regenwürmer und Wasserorganismen, können den Hormonhaushalt beim Menschen verändern und stehen in Verdacht, Krebs zu erzeugen“, so Brigitte Stork von Greenpeace Münster.

Das Aktionsbündnis Gentechnikfreie Stadt Münster und weitere über 1800 Unterzeichner und Unterzeichnerinnen fordern die Stadt Münster auf,

  1. eine rechtsverbindliche Regelung in den Pachtverträgen zu treffen, die den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide auf landwirtschaftlich genutzten Flächen beinhaltet.

  2. mit der Landwirtschaftskammer und der örtlichen Landwirtschaft darauf hinzuwirken, den Anteil des gentechnikfreien Landbaus ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden in der Stadt Münster zu erhöhen.

Münster als klimafreundliche Stadt nimmt seit diesem Jahr am Modellprojekt „Global nachhaltige Kommune in NRW“ teil. Der vorsorgende Umweltschutz gehört zu den Handlungsfeldern der zukünftigen Strategien. Münster könnte als Großstadt in diesem Bereich eine Vorreiterrolle spielen.

Mitglieder des Aktionsbündnisses Gentechnikfreie Stadt Münster werden die Unterschriftenlisten am 15. November um 16:30 Uhr im Stadthaus I
dem Oberbürgermeister Herrn Lewe übergeben.

Achtung Redaktion: Für Rückfragen steht Ihnen Brigitte Stork von Greenpeace Münster unter 0251-2303385 oder 01783129234 zur Verfügung. 

V.i.S.d.P.: Brigitte Stork, Greenpeace Münster, Zumsandestr. 15, 48145 Münster