Oberbürgermeister ist in der Pflicht Ratsbeschluss umzusetzen

Greenpeace protestiert gegen mangelhafte Umsetzung des Veggietags

Themengebiet:
Klimawandel
  • Klimaschutz beginnt auf dem Teller! Bürgerwillen ernst nehmen! Ratsbeschluss umsetzen!
  • Als Oberbürgermeister Lewe verkleideter Aktivist bringt Sprechblase mit Bürgerwillen zum Platzen
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Münster, 14.3.12 – Unter dem Motto „Schluss mit leeren Versprechungen“ protestiert Greenpeace Münster heute gegen die mangelhafte Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Einführung des Veggietages. Vor dem Rathaus am Prinzipalmarkt steht ein als Oberbürgermeister Lewe verkleideter Aktivist mit einer überdimensionalen Sprechblase aus Luftballons, welche die Aufschrift „Bürgerwille“, „Ratsbeschluss“, „Veggietag“ trägt. Doch Lewe bringt die Versprechen aus der Sprechblase zum Platzen. Übrig bleibt eine leere, aussagelose Sprechblase. Damit angesichts der mangelnden Unterstützung durch die Verwaltung dem vegetarischen Tag nicht auch die „Luft ausgeht“, fordert Greenpeace mit einem Banner „Klimaschutz beginnt auf dem Teller, Bürgerwillen ernst nehmen, Ratsbeschluss umsetzen“ die Verwaltung auf, endlich dem Ratsbeschluss für den vegetarischen Tag Taten folgen zu lassen.

„Leider scheint die Verwaltung den Beschluss – und damit auch den Willen der Bürgerinnen und Bürger, die für den freiwilligen vegetarischen Tag unterschrieben haben – nicht ernst zu nehmen. Dabei ist er ein wichtiger Schritt, um das Klimaschutzziel der Stadt Münster erreichen zu können“, sagt Pressesprecherin Lisa Herrmann.

Klimaschutz beginnt auf dem Teller

Da rund 18 % der weltweiten CO2-Emmissionen aus der Produktion von Fleisch stammen, stellt eine Verringerung des Fleischkonsums durch mehr vegetarische Angebote eine wesentliche Maßnahme dar, um den Klimaschutz in Deutschland zu fördern und unsere Klimaziele zu erreichen.

Bürgerwillen ernst nehmen

2011 sammelten die Umweltaktivisten von Greenpeace Münster daher insgesamt 1611 Unterschriften von Münsteraner Bürgern für die Einführung eines freiwilligen vegetarischen Wochentages zum Klimaschutz. Dieses eindeutige Signal der Bürgerinnen und Bürger wurde scheinbar auch im Rat wahrgenommen, denn kurz darauf folgte ein Ratsbeschluss für die Einführung. „Zwar wurde der Antrag beschlossen, jedoch wurden die daraus resultierenden Aufgaben von der Verwaltung größtenteils nicht umgesetzt. Wir fühlen uns den Unterzeichnern unseres Aufrufes und dessen Anliegen verpflichtet – deswegen sind wir heute hier“, erläutert Herrmann den Hintergrund der kreativen Protestaktion.

Ratsbeschluss umsetzen

Seit Beginn ist Greenpeace Münster an der Initiative „Münster isst veggie“ beteiligt und musste erfahren, wie die Verwaltung sie immer wieder im Regen stehen ließ. Erst nach etwa einem halben Jahr wurde ein offizieller Ansprechpartner benannt. Statt die Initiative öffentlich zu unterstützen, wurde unsere Arbeit immer wieder inhaltlich ausgebremst. Dies ließ viele Engagierte resignieren, denn ohne Unterstützung der Stadt können die Ehrenamtlichen kaum größere Aktionen stemmen. „Wir sehen Oberbürgermeister Lewe jetzt in der Pflicht den Ratsbeschluss umzusetzen“, erklärt Herrmann abschließend.

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