Münsters Studenten: Für Fischerhalt und mehr Bio

Ergebnisse der Umfrage von Greenpeace Münster zum Speiseplan in den Mensen

Themengebiet:
Meere

Münster, den 16. Mai 2008 – Die Umfrage zeigt: Münsters Studenten würden auf bedrohten Fisch und Fisch, der durch bedenkliche Fangmethoden auf den Teller kommt, verzichten! Drei Wochen (jeweils eine Woche in der Mensa am Aasee, am Coesfelder Kreuz und im Bispinghof) lang befragte Greenpeace Münster die Studenten der Westfalenstadt zu dem Fischangebot in ihren Mensen. Begleitet wurde die Umfrage in der Mensa am Aasee und der Mensa am Coesfelder Kreuz von einer Ausstellung zum Thema Meere und Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee. Insgesamt nahmen sich 1253 Studenten die Zeit bei der Umfrage mitzumachen.

„76 Prozent der Befragten wollen keinen Fisch auf dem Teller, dessen Fangmethoden unser Ökosystem nachweisbar schädigt,“ präsentiert Dietmar Kunze, Meeresexperte von Greenpeace Münster, zufrieden die Umfrageergebnisse. „Sogar 78 Prozent der Studenten reicht ein Speiseplan mit den vier unbedenklichen Fischarten und Fisch aus Bio-Aquakulturen.“, so Kunze weiter, „Mit den Ergebnissen der Umfrage wollen wir jetzt zur Leitung des Studentwerkes gehen. Wir möchten das Studentenwerk davon überzeugen, bedrohte Fischarten und eben diese mit schädlichen Fangmethoden endgültig vom Speiseplan zu nehmen. Die Studenten haben gezeigt, dass sie dafür sind!“

Rotbarsch und Scholle zum Beispiel werden mit Baumkurren und Grundschleppnetzen gefangen. Bei diesen Fangmethoden für die beliebten Speisefische kommen bis zu 80 Prozent Beifang mit ins Netz. Dieser wird als „Abfall“ einfach wieder zurück ins Meer gekippt. Viele Fische des Beifangs sind entweder schon tot oder schwer verletzt und verenden im Meer. Fischarten, die man ohne schlechtes Gewissen genießen kann, sind Karpfen, Hering, Makrele und Seelachs sowie Fische aus Bio-Aqua-Kulturen. Auch mit diesen Fischarten kann man einen abwechslungsreiches Angebot an Fischgerichten bereitstellen.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage zeigt, dass 76 Prozent der befragten Studenten ein Menü ausschließlich aus Bioprodukten wünschen. Die Stundenten sind sogar, trotz eines oft knappen Budgets, bereit hierfür durchschnittlich 23,5 Prozent mehr Geld zu bezahlen, als für herkömmliche Gerichte. „Diese Ergebnisse zeigen: Münsters Studenten ist wichtig, was auf ihren Teller kommt!“, zieht Kunze zufrieden ein Resümee der Umfrage.