Münster sagt NO zu grüner Gentechnik!

Münsteraner fordern „Nein“ zum Anbau von Gen-Pflanzen

Themengebiet:
Landwirtschaft
  • Protest in Münster gegen die grüne Gentechnik
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Münster, 30.01.10 – Postkarten flattern im Wind. Sie kleben an einem gelben Banner in einem großen NO. Münsteraner Bürger haben darauf Botschaften an Frau Aigner und Herrn Röttgen geschrieben. „Nicht vergessen Frau Ministerin: Keine Gentechnik auf dem Acker und dem Teller.“ und „Nicht vergessen Herr Minister: Keine Zulassung von neuen Gen-Pflanzen. Denken Sie an ihre Kinder.“, fordern die Bürger. Die Greenpeace-Gruppe Münster hat am Samstag mit Unterstützung der Ortsverbände von NABU und BUND in 3 Stunden über 300 Postkarten von Münsteranern und Münsteranerinnen gesammelt. Als Verbraucher und Bürger lehnen sie es ab, gentechnisch veränderte Pflanzen zu fördern.

„Gentechnisch veränderte Pflanzen sind eine Gefahr für die Umwelt und machen eine gentechnikfreie Landwirtschaft langfristig unmöglich“, sagt Brigitte Stork von der Greenpeace-Gruppe Münster. „Aigner und Röttgen müssen als zuständige Minister die Zulassung von neuen Genpflanzen in Europa verhindern. Sie müssen sich für die Belange der Verbraucher und für die Umwelt einsetzen.“

Nach Aigners Verbot des Gen-Maises Mon810 in Deutschland im April 2009 dürfen derzeit bundesweit keine Gen-Pflanzen zu kommerziellen Zwecken angebaut werden. Doch dies könnte sich mit der kommenden Anbausaison ändern: Die neue EU-Kommission wird bald über die Zulassung der Gen-Kartoffel Amflora für den Anbau entscheiden. Aigner hat angekündigt, nichts gegen deren Zulassung zu unternehmen. Die Bundesregierung unterstützt laut Koalitionsvertrag vor allem auf Druck der FDP den Anbau der Gen-Knolle. Zudem soll in Brüssel über die Zulassung von zwei neuen Varianten von Gen-Mais entschieden werden. Die Bundesregierung wird vermutlich auch diese Zulassungen unterstützen. Sie steht auch nicht hinter dem bestehenden Anbauverbot für Gen-Mais, obwohl sich an den von Ministerin Aigner festgestellten Umweltrisiken nichts geändert hat. Die Regierung will lediglich das Urteil im hierzu laufenden Gerichtsverfahren abwarten.

Nach einer aktuellen repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace sind 79 Prozent der Befragten dafür, das Anbauverbot für Gen-Mais in Deutschland zu erhalten. 77 Prozent sprechen sich für ein Verbot der Gen-Kartoffel Amflora durch Aigner aus. So fordern viele Münsteraner von Frau Aigner und Herrn Röttgen, das Verbot für Gen-Mais aufrecht zu erhalten und sich gegen die Zulassung von neuen Gen-Pflanzen in Europa stark zu machen.

Die bundesweite Mitmachaktion von Greenpeace läuft auch im Internet auf GreenAction.