Münster plastiktütenfrei!

Greenpeace Münster startet Initiative gegen Plastiktüten

Themengebiet:
Endlager Umwelt

Münster, 26.9.15 – Meist nur einmal benutzt, schlecht für die Umwelt und leicht zu ersetzen: die Plastiktüte. Trotzdem gehört sie zum Alltag der meisten Münsteranerinnen und Münsteraner. Wegen der massiven Folgen für die Umwelt will Greenpeace Münster das ändern und startet die Initiative „Münster plastiktütenfrei!“. Die Greenpeace-Aktivisten möchten möglichst viele Geschäfte davon  überzeugen, keine Plastiktüten mehr anzubieten. Geschäfte, die das tun, bekommen einen Aufkleber mit dem Logo der Initiative für die Ladenfront und Infomaterial für die Kunden.

Ab Montag besuchen Greenpeace-Aktivisten die Münsteraner Geschäfte und werben für die Initiative. Greenpeace wird von anderen Münsteraner Umweltgruppen (u.a. dem BUND Münster, dem NABU Münster und dem Umweltforum) bei dem Vorhaben unterstützt.

„Die Umweltbelastung durch Plastiktüten ist ein globales Problem, das man vor Ort verringern kann. Wenn mehr Menschen zum Einkaufen einen Rucksack, Korb oder Stoffbeutel mitnehmen, können sie sehr viel Plastikmüll vermeiden. Das Gleiche gilt für Geschäfte, die auf Plastiktüten verzichten.“, so Lukas Reinhardt, Pressesprecher von Greenpeace Münster. „Die Zeit ist reif, etwas gegen Plastiktüten zu unternehmen. Das zeigen auch die Anti-Plastiktüten Initiative in Billerbeck und die Positionierung der Initiative Starke Innenstadt (ISI) gegen Plastiktüten.“

Jeder Bundesbürger verbraucht im Schnitt 71 Plastiktüten pro Jahr. Obwohl in Deutschland fast der gesamte Plastikmüll eingeschmolzen oder mit dem Restmüll verbrannt wird, gelangen immer noch sehr viele Plastiktüten unkontrolliert in die Umwelt – und letztlich auch ins Meer. Dort werden sie nicht biologisch abgebaut, sondern zerfallen mit der Zeit in viele kleine Partikel, sogenanntes Mikroplastik. Dabei setzen sie giftige Zusatzstoffe wie Weichmacher oder Flammschutzmittel frei. Das Mikroplastik selbst reichert sich im Meer zudem mit Schadstoffen an. Wird dieses von den Tieren im Meer aufgenommen, kommen nicht nur kleine Kunststoffpartikel, sondern auch eben jene Schadstoffe in die Nahrungskreisläufe.