Mahnwache für gefangene Greenpeace-Aktivisten

30 Tage in russischer Gefangenschaft

Themengebiet:
Schützt die Arktis

Münster, 19.10.13: Eine große Taube leuchtet um 19:30 Uhr am Eingang der Stubengasse. Hinter diesem aus Teelichtern gelegten Friedenssymbol stehen Greenpeaceaktivisten. Sie halten ein leuchtend gelbes Banner mit der Aufschrift: „Freiheit für unsere Aktivisten“. Mit dieser Mahnwache machen sie auf die widerrechtliche Gefangennahme der derzeit 28 Aktivisten und 2 Journalisten in Russland aufmerksam. Greenpeace Münster fordert dazu auf, sich mit den gefangenen Aktivisten solidarisch zu zeigen und sich an der Online-Petition zu beteiligen, um ihre Freilassung zu bewirken.

Die gefangen genommenen Greenpeaceaktivisten hatten gegen die riskanten Ölbohrungen des russischen Konzerns Gazprom in der Arktis protestiert. Seitdem der russische Geheimdienst FSB die Arctic Sunrise unter Einsatz von Waffengewalt gestürmt hatte, sitzen die Aktivisten in russischer Untersuchungshaft. Obwohl der Vorwurf der Piraterie, der gegen die Aktivisten vorgebracht wurde, unhaltbar ist, droht ihnen weiterhin bis zu 15 Jahren Haft.

Greenpeace fordert den Stopp der Ölbohrungen in der Arktis

Die Umweltschutzorganisation setzt sich seit langem dafür ein, dass Gazprom und Shell die in der Arktis vermuteten Bodenschätze nicht ausbeuten. Die Eindämmung einer Katastrophe würde sich hier nur schwer bewerkstelligen lassen. Bereits bei dem Ölunfall auf der Deep Water Horizon 2010 war dies äußerst problematisch. Ein Leck in der Arktis abzudichten, wäre auf Grund der besonderen Witterungsbedingungen in der Arktis äußerst schwierig und man würde ein empfindliches Ökosystem einem unverantwortlichen Risiko aussetzen. So nutzen die Aktivisten die Mahnwache ebenfalls, um das Ziel der in Russland gefangen genommenen Aktivisten weiter zu verfolgen. Sie machen auf die noch immer aktuelle Arktis-Kampagne und die dort drohenden Ölbohrungen aufmerksam. So fordert Greenpeace die Einrichtung einer Schutzzone in der Arktis.

Weitere Informationen gibt es auch unter www.greenpeace.de/arktis30

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