Leuchtender Protest für den Schutz der Arktis

120 Jugendliche protestieren während des Kirchentages auf der Binnenalster

Themengebiet:
Schützt die Arktis

Hamburg, den 04.05.2013 – 120 Jugendliche der Greenpeace Jugend fordern am Samstagabend auf der Binnenalster ein Schutzgebiet für die hohe Arktis. Zur Dämmerung bilden die Teilnehmer mit Kanus und Bannern den Schriftzug „Save the arctic“ aus Reflektorbuchstaben. Dieser leuchtende Protest, mit der berühmten Skyline Hamburgs im Hintergrund, ist ein Symbol für den Protest der Jugend gegen die Zerstörung der Arktis und soll Mitte Mai mit einer internationalen Fotocollage dem arktischen Rat in Kiruna, Schweden, übergeben werden.

Mit dabei sind auch drei Jugendliche von Greenpeace Münster. „Es darf nicht sein, dass Industrieunternehmen Gebiete wie die Arktis hemmungslos auf Kosten der Umwelt ausbeuten“, so Johanne Hammelbeck aus der Greenpeace Jugend Münster. „Wir wollen auch in Zukunft eine intakte und lebendige Arktis, die allen Menschen dieser Erde gehört.“

Mit der großen Kanu-Aktion endet auch die Teilnahme der Greenpeace Jugendlichen auf dem 34. Deutschen evangelischen Kirchentag. Im „Zentrum der Jugend“ in Hamburg-Harburg war die Greenpeace Jugend mit einem großen Informationsstand, Eisbärkostümen und Unterschriftenlisten während des Kirchentags im Einsatz.

Arktis im Fokus der Ölindustrie

In der Arktis werden große Reserven an Öl und Gas vermutet. Mit dem durch den Klimawandel begründeten Rückzug des Polareises, scheinen diese für die Ölindustrie ausbeutbar. Seit gut einem Jahr arbeiten Greenpeace-Aktivisten weltweit mit zahlreichen Aktivitäten gegen die Pläne einer Industrialisierung der Arktis. Beispielsweise protestierten vor zwei Wochen weltweit über 10.000 Menschen (davon ca. 3.000 Menschen in Deutschland) mit Menschenbannern. Gleichzeitig ruft die Organisation die Menschen weltweit auf, sich z.B. per Unterschrift für den Arktisschutz und die Forderung nach einem Schutzgebiet in der Arktis einzusetzen. Bis jetzt haben sich knapp drei Millionen Menschen mit ihrer Unterschrift zum Arktisschutz bekannt.

Mitte Mai trifft sich der arktische Rat, bestehend aus den Anrainerstaaten der Arktis, in Kiruna. Dort soll über die weitere Vorgehensweise u.a. in Bezug auf Ölforderungen in der Arktis beraten und entschieden werden.