Klimakatastrophe am Münsteraner Hafen

Greenpeace versenkt symbolisch den Prinzipalmarkt im Hafen und warnt vor den Folgen des Klimawandels

Themengebiet:
Klimawandel
  • Prinzipalmarkt unter Wasser
  • Nur ein Hausdach ragt aus der inszenierten Klimakatastrophe im Münsters Hafen
  • Häuser würden wie bei der inszenierten Klimakatastrophe meist nur per Bot zu erreichen
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Münster, 08.06.2007 – Mitglieder von Greenpeace Münster demonstrieren am Münsteraner Hafen die möglichen Folgen des Klimawandels. Nur die Dächer des versunkenen Prinzipalmarktes ragen aus dem Wasser. Parallel zum G8-Gipfel fordern die Aktivisten auf Bannern: „Lass unsere Welt nicht untergehen! Werde Klimaschützer!“. Am Infostand in den Osmo-Hallen geben sie Tipps, wie jeder ganz einfach seine persönliche CO2-Bilanz verbessern kann und suchen Münsteraner Klimaschützer. Durch die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas werden Unmengen des Treibhausgases Kohlendioxid zusätzlich in die Erdatmosphäre freigesetzt. Die Folgen sind bereits heute deutlich spürbar: Die Tempartur steigt, Wetterextreme häufen sich, ganze Ökosysteme befinden sich im Umbruch.

„Jeder kann seine Klimabilanz ganz einfach verbessern“, so Martin Klug, Klimaexperte von Greenpeace Münster. „Nicht nur die internationale Politik muss handeln, sondern auch jeder selbst: Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter. Kaufen Sie Produkte aus der Region, steigen Sie auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad um. Bemühen Sie sich um einen klimaschonenden Lebensstil.“

Die Lage ist ernst. Der Klimawandel kann eine in ihren Ausmaßen noch kaum zu überblickende Umweltkatastrophe verursachen. Die globale Durchschnittstemperatur hat sich im 20. Jahrhundert um 0,74 Grad Celcius erhöht. Experten schätzen, dass der Klimawandel ab einer Erwärmung von zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau katastrophale Folgen haben wird. Jedes Jahr steigt die Menge an Kohlendioxid in der Luft um weitere drei Prozent. Raum und Zeit, dem Problem des Klimawandels auszuweichen, gibt es nur noch wenig. Mit jedem Liter Öl, der verbrannt, mit jeder kW-Stunde Strom, die aus Kohle produziert wird, steigt der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre.

Greenpeace fordert eine radikale Energiewende. Erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Wasser müssen langfristig fossile Energieträger wie Öl und Kohle vollständig ersetzen. Konkret heißt das: bis 2020 muss Deutschland seine CO2-Emissionen um 40 % senken! Weltweit schmelzen die Gletscher in alarmierender Geschwindigkeit. Auch die Polarregionen verlieren ihre Eiskappe, riesige Eisberge treiben mit den Meeresströmungen bis in tropische Regionen. Schwere Stürme verwüsten ganze Landstriche in immer kürzerer Folge. Der Klimawandel ist Realität. Wir können nur noch bestimmen, wie gravierend er wird.

Hinweis: Das Szenario des versunkenen Prinzipalmarkts ist nur als Symbol für die Folgen des Klimawandels gedacht. Münster ist durch den ansteigenden Meeresspiegel in absehbarer Zukunft nicht direkt betroffen.

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