Greenpeace: Klimaschutz geht anders!

Umweltschützer demonstrieren in 34 Städten gegen den Neubau von Kohlekraftwerken

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Energiewende
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Münster, 24. November 2007 – In bundesweit 34 Städten demonstriert Greenpeace heute gegen den geplanten Bau von 25 Kohlekraftwerken. Unter dem Motto „Keine neuen Kohlekraftwerke – Klimaschutz geht anders“ informieren die Umweltschützer über die Ausbaupläne zahlreicher Energieversorger. In Münster haben Greenpeace-Aktivisten mehrere schwarze Kunststoffsäcke mit der Aufschrift „CO2“ aufeinander getürmt. Sie machen damit auf den immensen Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid durch das geplante Kohlekraftwerk in Herne aufmerksam. Gleichzeitig werden Verbraucher aufgerufen, ihre Stimme gegen die Beteiligung der Stadtwerke Münster an dem geplanten Steinkohlekraftwerk in Herne abzugeben.

„Der aktuelle Bericht des Weltklimarates zeigt es ganz deutlich – der Klimawandel ist real“, sagt Sabine Baumkötter, Pressesprecherin der Greenpeace-Gruppe Münster. „Jetzt ein Kohlekraftwerk in Herne zu bauen ist für den Klimaschutz das völlig falsche Signal. Wer heute weiter auf Kohle setzt, zementiert über Jahrzehnte eine klimaschädliche und nicht zukunftsfähige Energieversorgung.“ Ein neues Kraftwerk läuft 40 bis 50 Jahre lang.

In Deutschland sollen 25 neue Kohlekraftwerke gebaut werden, die nach Fertigstellung das Klima insgesamt mit jährlich 140 Millionen Tonnen Kohlendioxid belasten werden. Deutschland ist damit in Europa führend beim Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Viele dieser Kraftwerke sind überdimensioniert und weisen einen schlechten Wirkungsgrad auf.

„Wir brauchen jetzt vor allem einen zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien“, fordert Pressesprecherin Sabine Baumkötter. Ergänzt werden muss diese Maßnahme durch eine Verbesserung der Effizienz bei der Stromerzeugung und Einsparungen beim Stromverbrauch. Dazu kommt der weitere Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Bei dieser hoch effizienten Technik wird nicht nur der erzeugte Strom genutzt, sondern auch die dabei produzierte Wärme.

Diese Woche veröffentlichte Greenpeace eine Studie, die zeigt, dass die Bundesregierung ihre nationalen Klimaschutzziele deutlich verfehlen wird. Danach bliebe Deutschland hinter dem selbst gesteckten Ziel zurück, den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um bis zu 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Greenpeace sieht jetzt vor allem die Bundesregierung in der Pflicht. Sie darf Klimaschutz nicht immer nur lautstark ankündigen, sie muss auch endlich konsequent handeln.

Wissenschaftliche Erkenntnisse des UN-Weltklimarates IPCC zeigen, dass die Industriestaaten weitaus schneller und in höherem Maße verringern müssen, als bisher geplant. Nur dann kann eine Klimaerwärmung mit katastrophalen Folgen verhindert und die Temperaturerhöhung auf einem Niveau deutlich unter 2 Grad Celsius stabilisiert werden.

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