„Gesundes Essen“ in Kindergärten

Mitglieder vom Greenpeace Team 50plus informieren in Kitas

Themengebiet:
Landwirtschaft
  • Mein Name ist Gen-Mais. Ich stelle Pestizide selber her und gebe immer gerne was ab: GIFT!
  • Mitglieder von Team 50plus informieren über Gentechnik in Kitas
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Münster, 31.05.2007 – Mitglieder vom Greenpeace Team 50plus informieren heute im Kindergarten Wilkinghege über gentechnikfreies Essen ohne Pestizide. Schlagzeilen wie pestizidverseuchtes Obst und Gemüse, Freisetzung von Pharmaerbsen und Anbau von Gen-Mais sind für die Verbraucher besorgniserregend. Für die Greenpeace-Gruppe Team 50plus waren sie Anlass, sich mit „Grüner Gentechnik“, mit Patenten auf Gene und Lebewesen sowie mit Gefahren für Mensch und Umwelt zu beschäftigen.

„Wir alle, insbesondere unsere Kinder und Enkelkinder, sind von den neuesten Entwicklungen bei der Lebensmittelherstellung nachhaltig betroffen“, so Gertraude Trosien-Peisker vom Greenpeace Team 50plus. „Die Kennzeichnungspflicht seit April 2004 verhindert nicht, dass Lebensmittel, die gentechnisch veränderte Zutaten und Bestandteile aufweisen, in die Regale der Supermärkte kommen. Zum Beispiel müssen Milch und Milchprodukte nicht gekennzeichnet sein, obwohl die Kühe mit Gen-Mais oder Gen-Soja gefüttert wurden.“

Auch bei den Pestizidbelastungen stellt Greenpeace seit 1998 steigende Pestizidwerte in Obst und Gemüse fest. Im Jahr 2006 waren 84% der getesteten Waren belastet, 25% sehr stark und 12% überschritten die Grenzwerte. Viele Waren enthielten sogar einen Pestizidcocktial von bis zu 16 verschiedenen Pestiziden. Schwerwiegende Gesundheitsschäden sind gerade bei Kindern langfristig möglich, so z.B. Schwächung des Immunsystems, Auslösung von Allergien und Beeinträchtigung des Hormonsystems bis zur Fortpflanzungsunfähigkeit. Oft sind die Verbraucher nur unzureichend informiert.

Deshalb möchte die Greenpeace-Gruppe Team 50plus auf Gefahren der „Grünen Gentechnik“ und pestizidverseuchter Lebensmittel aufmerksam machen. Als Verbraucher können wir uns vor diesen Gefahren schützen, indem wir Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft kaufen. Diese Produkte werden ohne Gentechnik und ohne Pestizideinsatz hergestellt und unterliegen strengen Kontrollen. Die Greenpeace-Gruppe hat Kontakte zur gentechnikfreien Landwirtschaft im Münsterland sowie zu Betrieben, die Produkte aus ökologischem Anbau zu gesundem Essen verarbeiten. Von der Gruppe zusammengestellte Rezepte und Einkauftipps sollen verdeutlichen, dass der finanzielle Mehraufwand bei Verwendung von Bio-Lebensmitteln gering gestaltet werden kann. „5 bis 7 Euro pro Kind und Monat sind durchaus realistisch“, so Gertraude Trosien-Peisker von der Greenpeace-Gruppe.

Wenn weitere Kitas Interesse an dieser Informationsveranstaltung haben, können sie sich gerne mit dem Greenpeace Team 50plus in Verbindung setzen.

Kontakte:

eMail greenpeace-team50plus@tscm-online.de

Rufnummer: 0251-784221 (Gertraude Trosien-Peisker)