Essen ohne Gentechnik auf dem Teller

Themengebiet:
Landwirtschaft
  • Informationsstand über die Risiken der Gentechnik
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Münster, 13.06.2009: Greenpeace Münster informiert über die Risiken der Gentechnik und verteilt den Einkaufsratgeber „Essen ohne Gentechnik“. Verbraucher können direkt am Infostand gegen die in diesem Jahr anstehende Zulassung neuer Gen-Maissorten in der EU unterschreiben.

Greenpeace veröffentlichte am 9. Juni 2009 die rundum aktualisierte Neuauflage des Ratgebers „Essen ohne Gentechnik“. Mit einem einfachen Bewertungssystem erfährt der Verbraucher, welche Unternehmen und Marken auf gentechnisch veränderte Futterpflanzen verzichten. Zudem stellt Greenpeace eine Auswahl an Lebensmittelherstellern heraus, die besonders hartnäckig am Einsatz von Gen-Soja oder Gen-Mais im Tierfutter festhalten.

Im April hat Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Anbau des Gen-Mais Mon810 in Deutschland verboten. Der bisher angebaute genmanipulierte Mais des US-Agrarkonzerns Monsanto produziert ein Gift gegen Fressfeinde. Das Pflanzengift schädigt aber auch zahlreiche Schmetterlinge und andere Lebewesen. Amerikanische Saatgut-Hersteller drängen jedoch mit weiteren genmanipulierten Pflanzen auf den deutschen und europäischen Markt. In den kommenden Wochen wird Frau Aigner mit ihren europäischen Kollegen darüber entscheiden, ob zwei neue Gen-Mais-Sorten (Bt11 und Bt1507) für den Anbau erlaubt werden. Auch diese beiden Gen-Mais-Sorten produzieren ein Insektengift mit unerwünschten Umweltauswirkungen.

Greenpeace Münster fordert Frau Aigner auf, gegen die Zulassung der Gen-Pflanzen zu stimmen. Bei der Informationsveranstaltung in Münster können sich Verbraucher mit ihrer Unterschrift auf einem großen Protest-Banner diesem Protest anschließen.