Bedrohter Fisch zum Mittagessen?

Greenpeace Münster zeigt Fischausstellung in Mensen und befragt Münsters Studenten zu ihrer Speisekarte

Themengebiet:
Meere
  • Studenten werden über die Gefahren für Meere informiert
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Münster, 8. April 2008 – Auf dem Weg zum Mittagessen werden Münsters Studenten von einer Ausstellung begrüßt. Acht Infotafeln behandeln das Thema Meere und Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee: Seerobben sonnen sich am Strand, Muscheln liegen im Watt und ein roter Seestern leuchtet auf dem Meeresgrund. „Es krabbelt, kreucht und fleucht“ lautet der Titel der ersten Tafel und beschreibt die Schätze unserer Meere. Doch in welcher konstanten Gefahr sich diese befinden, zeigen Bilder von monströsen Bohrinseln, ölverschmierten Vögeln, abrutschenden Häusern und skrupellosen Fangmethoden. Mit dieser Ausstellung möchte Greenpeace Münster die Studenten über die Gefahren für unsere Meere informieren und die Notwendigkeit von Schutzgebieten verdeutlichen. Die Ausstellung wird diese Woche in der Mensa am Aasee und nächste Woche in der Mensa am Coesfelder Kreuz zu sehen sein. Parallel dazu befragt Greenpeace Münster die Studenten zu dem Fisch auf ihrer Speisekarte. Greenpeace Münster fordert alle Studenten dazu auf keine bedrohten Fischarten mehr zu essen und so zum Schutz dieser Arten beizutragen.

„Hört man die Worte ‚bedrohte Arten‘ denken die meisten an Orang-Utans oder Pandabären. Dass aber auch der Fisch auf dem eigenen Teller dazu gehören kann, wissen viele gar nicht“, erklärt Dietmar Kunze, Meeresexperte von Greenpeace Münster. „Zum Beispiel Rotbarsch und Kabeljau sollten nicht auf unserer Speisekarte landen. Hering und Makrele dagegen kann man beruhigt essen.“, weiß Kunze zu berichten. „Greenpeace Münster fordert deswegen alle Studenten auf, keine Gerichte mit bedrohten Fischen mehr zu essen, sowie bei unserer Umfrage zum Fischangebot in Münsters Mensen mitzumachen“.

Mit Hilfe der Umfrage möchte Greenpeace Münster herausfinden, wie zufrieden die Studenten mit dem Fischangebot in Münsters Mensen sind und vor allem, ob Ihnen ein Speiseplan mit ausschließlich nicht bedrohten Fischarten (Karpfen, Hering, Makrele und Seelachs sowie alle Arten aus Bio-Aquakultur) genügen würde. Durch die Teilnahme an der Umfrage sollen die Studenten sich ihrer Verantwortung als Verbraucher bewusst werden. Zudem sollen die Ergebnisse Grundlage für weitere Gespräche mit der Geschäftsleitung der Mensen sein. Diese soll davon überzeugt werden, keine bedrohten Fischarten mehr auf ihren Speiseplan zu setzen.

„Zusätzlichen zu Gift, Klimawandel und Überfischung machen besonders die Fangmethoden den Meeren zu schaffen“, so Kunze weiter, „Grundschleppnetze z.B. reißen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellt, da der untere Teil der Öffnung über den Boden schrammt. Diese werden unter anderem beim Fang von Kabeljau und Schellfisch eingesetzt. Hiergegen etwas zu unternehmen ist für jeden ganz leicht möglich: Einfach beim Essen in der Mensa oder auch anderswo das Gericht ohne bedrohten Fisch wählen!“