Viertelfest First in Münster

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Münster, 24. Juni 2017. Kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg fand das Viertel-Fest in der Zumsandestrasse und rund um das Cinema in der Warendorfer Straße statt. Für die Umweltgruppen eine gute Gelegenheit, die Bevölkerung über wichtige Themen wie Verkehr, Pestizide und Klimawandel zu informieren.

Das Team Fünfzig-Plus bat mit einer Unterschriftenaktion Passanten*innen das Unternehmen „Blumen Risse“ dazu aufzufordern, den Verkauf des Herbizids Glyphosat einzustellen, welches in Verdacht steht, krebserregend zu sein und dessen Zulassungsprüfung im Moment ansteht.

Wie entschlossen gegen Glyphosat vorgegangen werden kann – auch gegen den Willen der Zentralregierung – zeigte jüngst Kalifornien. Während sich Experten*innen und Interessengruppen innerhalb der WHO noch über die gesundheitlichen Folgeschäden streiten, hat der Staat an der Westküste der USA den Einsatz des Pestizids verboten. Dieser sieht die krebserregende Wirkung als erwiesen an. Fehlt nun noch dieselbe Entschlossenheit in Deutschland: Stoffe, die nicht zweifelsfrei unschädlich sind, dürfen nicht zugelassen werden. Ganz getreu dem Vorsorgeprinzip!

Mit dem Aufruf „Planet Earth First“ in Anlehnung an Präsident Donald Trumps Wahlspruch lud die Hauptgruppe in Linnenbrinks Garten die Besucher*innen dazu ein, anlässlich des Anfang Juli stattfindenden G20-Gipfels an die Teilnehmenden, darunter Trump, Merkel, Erdogan, May oder Putin, zu appellieren. Die gesammelten Appelle und Botschaften wurden auf der Demonstration in Hamburg am darauffolgenden Samstag von einem Greenpeace-Ehrenamtlichen aus Münster präsentiert.

Viele Themen hatten die Gipfelteilnehmer im Gepäck. Darunter das Thema Klimawandel, welches das Leben der nächsten Jahrtausende stark beeinflussen wird, und welches nur recht stiefmütterlich behandelt wurde. Donald Trump und Wladimir Putin nutzten den betreffenden Zeitraum lieber zum Plausch, während die anderen Teilnehmer*innen es zumindest besprachen. Auch hier will Kalifornien zusammen mit anderen Staaten mit gutem Beispiel voranschreiten und das gegen die erklärte Politik des US-Präsidenten.

Vor der Musikbühne nahm das Protestbanner derweil Gestalt an. Dutzende Botschaften wurden auf dem Banner notiert, in verschiedenen Sprachen.

Die gesammelten Forderungen lauteten:

  •  Kohle und Öl müssen im Boden bleiben
  •  Regenerative Energieträger müssen besser gefördert werden
  •  Braunkohlekraftwerken müssen vom Netz
  •  betroffene Staate müssen einen hinreichenden finanziellen Ausgleich erhalten
  •  allen betroffenen Staaten muss auch technisch geholfen werden

 

© C.Weber,  A. Ruhe Greenpeace Mümster