Viertelfest

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Münster, 02.07.2014 - „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum.“ Was können wir als Verbraucher tun, damit wir uns wieder am Summen der Bienen erfreuen können?

Auf dem Viertelfest am 28. Juni 2014 informierte das Aktionsbündnis Gentechnikfreie Stadt Münster – Greenpeace, BUND und NABU – über die Ursachen des Bienensterbens. Eine der Ursachen sind bestimmte Insektizide, u.a. Neonicotinoide, die in der industriellen Landwirtschaft und im konventionellen Gartenbau eingesetzt werden. Sie verändern das Verhalten der Bienen, beeinträchtigen das Lernvermögen, stören den Geruchsinn und schwächen das Immunsystem. Vier dieser Insektizide sind inzwischen für 2 Jahre in der EU in der Anwendung eingeschränkt. Analysen von Bienenpollen und Zierpflanzen zeigen aber, dass diese Insektizide auch 2014 in die Umwelt gelangen und die Blütenbestäuber gefährden. „Die zahlreichen Ausnahmen, z.B. die Anwendung bei Zucker- und Futterrüben und die Anwendung in Gewächshäusern, müssen vom Tisch“, so Brigitte Stork von Greenpeace Münster. „Ein generelles Verbot der bienengefährlichen Pestizide ist möglich.“

Besucher des Viertelfestes konnten mit einer Postkarte Garten- und Baumärkte auffordern, nur noch Pflanzen aus ökologischer Erzeugung, also ohne chemisch-synthetische Pestizide, zu verkaufen. Außerdem erfuhren die Verbraucher, wie sie durch den Einkauf von Bio-Produkten die artenreiche Landwirtschaft fördern und damit etwas für den Schutz der Bienen leisten können. Auf gefährliche Spritzmittel kann jeder verzichten, denn einheimische und standortangepasste Pflanzen können auf Balkonen, Terassen oder in Kleingärten Nützlinge fördern und Schädlinge in Schach halten.

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