Super-GAU in Münster

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29 Jahre nach der Katastrophe in Tschernobyl ist in Sachen Atomkraft noch immer kein Ende in Sicht. Halbherzig wurde ein Atomausstieg bis 2022 beschlossen. Ob dieser eintritt, ist insbesondere hinsichtlich des zu befürchtenden Freihandelsabkommen TTIP noch ungewiss.

Am Samstag, 25. April, demonstrierten Greenpeace und "Sofa - Initiative für den sofortigen Atomausstieg Münster" auf dem Prinzipalmarkt zur Erinnerung an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Gemeinsam wurde ein sofortiger Atomausstieg und das Abschalten aller in damit in Verbindung stehenden Anlagen, wie die Urananreicherungsanlage in Gronau, gefordert.

Als Gäste berichteten Yauhenia Filamenka aus Weißrussland sowie der ehemalige „Liquidator“ Anatolij Aleksandrowitsch Gubarew aus Charkow in der Ukraine auf dem Prinzipalmarkt über die sehr schwierige Situation vor Ort. Filamenkas Sohn ist aufgrund der radioaktiven Verstrahlung behindert. Die Familie musste nach Minsk umsiedeln. Gubarew arbeitet als Vorsitzender der zivilgesellschaftlichen Organisation „Sojuz Tschernobyl Ukraine“ und war 1986 als Feuerwehrmann in Tschernobyl tätig. Neben Berichten verschiedener Aktivisten über den aktuellen Stand zur Atomkraft in Deutschland, berichtete Hannes Draeger, Sprecher des Bündnisses "Münster gegen TTIP" über die Gefahren des drohenden Freihandelsabkommens.

Die Demonstration endete an der RWE-Filiale an der Münzstraße.