Shell raus aus der Arktis!

Jetzt ist es soweit. Shell fährt mit seiner Flotte in die Arktis. Die Ölplattform „Polar Pioneer“ ist aus dem Hafen von Seattle ausgelaufen und nimmt Kurs in die Arktis. Das lassen wir uns nicht gefallen. Am 17.6. haben wir vor den Münsteraner Shell-Tankstellen gegen die Arktispolitik des Konzerns demonstriert. Wir werden in nächster Zeit dem Konzern weiterhin zeigen, dass wir mit Ölbohrungen in der Arktis nicht einverstanden sind.
 
Das Gebiet, in dem Shell bereits zum zweiten Mal nach Öl bohren will, ist eine der letzten unberührten Regionen der Erde; ein Ölunfall wäre verheerend. Dabei kam es schon bei Shells Arktisprojekt im Jahr 2012 zu mehreren schweren Pannen und Unfällen vor der Küste Alaskas. Der Konzern musste in den vergangenen beiden Jahren daher seine Probebohrungen aussetzen.
 
 
 
 
 
Das Bohrschiff Noble Discoverer, welches Shell bereits 2012 vor Alaska eingesetzt hatte, ist auch dieses Mal Teil der Flotte. Es wird parallel zur Polar Pioneer vor Alaskas Küste bohren; bei Problemen springt es für die Polar Pioneer ein. Und es fällt wieder – wie bereits 2012 – auf: durch technische Unzulänglichkeiten wie etwa Mängel an den Sicherheits- und Schadstoffsystemen. Eine Kontrolle der US-Küstenwache hat es zum wiederholten Mal nicht bestanden. Bei seiner Inspektion Mitte April hielt die Küstenwache die Noble Discoverer  für einen Tag auf, bis Techniker ein defektes Gerät ausgetauscht hatten; 2012 setzte die Küstenwache das Schiff für knapp vier Wochen fest. „Dass dieses Schiff nach all den Pannen jetzt erneut eingesetzt wird, zeigt, wie verantwortungslos sich Shell in der Arktis verhält“, sagt Otte.

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