Schutz des Great Barrier Reef

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Die australische Regierung plant den Kohleabbau an der Nordostküste des Landes und es ist zu befürchten, dass das ohnehin gefährdete Korallenriff dadurch zerstört werden könnte. Aus diesem Grund forderte Greenpeace das UNESCO-Welterbe-Kommitte auf, sich für den Schutz des Riffs einzusetzen.

Greenpeace sammelte mit der Online-Petition zum Schutz des Great Barrier Reef weltweit Stimmen, um sie auf der 39. Tagung des UNESCO-Welterbe-Komitees Ende Juni in Bonn mit Aktivisten zu überreichen. Diese Aktivisten waren die Greenpeace JAG´s, die Prof. Dr. Maria Böhmer (CDU), Vorsitzende des Welterbe-Komitees, die Unterschriften von mehr
als 170.000 Menschen überreichten. Insgesamt waren es  171.512 Unterschriften und das sind beachtlich viele Unterzeichner in der kurzen Zeit von ca. sechs Wochen.

Die Staatsministerin Böhmer war beeindruckt von der „tollen Zahl“ und beeindruckt war Maria Böhmer auch von dem mehrere Quadratmeter großen Graffiti des Great Barrier Reef, das Künstler anlässlich der Tagung angefertigt hatten. Es zeigt das Riff als artenreiches Naturwunder auf der einen und als sterbende Unterwasserwelt auf der anderen Seite.


Die australische Regierung plant den Kohleabbau an der Nordostküste des Landes und es ist zu befürchten, dass das ohnehin gefährdete Korallenriff dadurch zerstört werden könnte. Führende Wissenschaftler warnen deshalb auch: Riffschutz oder Kohleabbau – beides zusammen geht nicht. Und auch das Welterbe-Komitee hat deshalb ein deutliches Signal für den Erhalt des weltweit größten Riffs abgegeben.

18 Monate – so viel Zeit räumt die UNESCO der australischen Regierung ein ihre Fortschritte beim Schutz des Great Barrier Reefs zu belegen. Zwar rückt das Große Barriere Korallenriff damit vorerst noch nicht auf die Rote Liste des gefährdeten Weltnaturerbes. Dennoch ist Australien nicht aus der Verantwortung entlassen: Bis Dezember 2016 muss die australische Regierung dem UNESCO-Welterbe-Komitee einen Bericht vorlegen, aus dem ein eindeutiger Fortschritt bei der Umsetzung ihres sogenannten Reef-2050-Plans hervorgeht. Der Aufschub ist eine letzte Warnung.

Stellt sich heraus, dass Australien ein reines Lippenbekenntnis abgelegt hat, muss das Great Barrier Reef auf die Rote Liste, denn bereits jetzt sind fünf von acht Kriterien erfüllt, um das Riff auf die Liste des gefährdeten Welterbes zu setzen.

Weiterführende Links

Fotosammlung der Aktion
Great-Barrier-Reef Graffiti