Save our Ocean - und den Aasee

Media

Save our Ocean - und den Aaasee

Wer am Samstag, 9.7. am Aasee vorbei kam, dem bot sich ein originelles und Aufsehen erregendes Bild: vier voll besetzte Tretboote, in denen 19 Jugendliche in grünen T-Shirts aus großen Buchstaben einen Appell an alle Menschen richteten.

„Save the Oceans“ war das Motto unserer Aktion. Wir, die Jugendgruppe von Greenpeace Münster, wollten damit über die Vermüllung unserer Meere durch das gigantische Plastikaufkommen informieren. Dazu wurde das eigens gestaltete Banner „Fischers Fritze fischt nun Plastik“ an Bord eines der Boote „gehisst“. Das soll verdeutlichen, wie dramatisch die durch Plastik entstehenden Probleme in den Meeren und an Land sind.

Denn viele Meerestiere halten die herum schwimmenden Plastikteile für Nahrung und verenden oft mit vollem Magen, andere verheddern sich in riesigen Geisternetzen und verhungern oder ersticken. Aber nicht nur das sichtbare Plastik, vor allem das mikroskopisch kleine Plastik bedeutet eine Gefahr für uns alle, deren Folgen noch nicht absehbar sind. Schon die kleinsten Lebewesen im Meer ,das Zooplankton, nehmen Mikroplastik auf, woraufhin es in die Nahrungskette gelangt und schließlich auch auf unseren Tellern landet. Die Auswirkungen des Plastiks in lebenden Organismen sind noch weitgehend unerforscht.

Jeder kann seinen Teil dazu beitragen unsere Ozeane zu retten. Plastiktüten, auch die dünnwandigen Obsttüten, kann man sehr leicht ersetzen, z.B. durch einen Rucksack, Jutebeutel, Obstnetze, etc., auch alle anderen Plastikverpackungen (z.B Coffee to go Becher) können gemieden werden. Schlussendlich ist es auch sehr interessant und gleichzeitig schockierend zu erfahren, in wie vielen Produkten unseres täglichen Lebens Mikroplastik enthalten ist. Dies ist so klein, dass es durch die Filter der Kläranlagen gelangt und am Ende wieder im Meer landet. Achten sie also darauf Zahncreme, Peelings, Cremes, Makeup und Sonnencreme ohne Mikroplastik zu kaufen.

Diese und weitere Tipps und Informationen zum Thema Meeresschutz und Plastikvermeidung gab es von JAG Münster und den JAGs aus Köln und Essen, die uns tatkräftig unterstützt haben. Bei strahlendem Sonnenschein konnten viele Leute an Land und auf dem Wasser informiert werden.

Als weiterer Teil der Aktion sammelten wir auch selbst Müll am Aasee um das Problem vor Ort zu bekämpfen. Erfreulicherweise gab es am Aasee nicht wirklich viel Plastikmüll, dafür aber viel positive Resonanz der Menschen.

Insgesamt eine sehr gelungene Aktion, die wir so oder ähnlich gerne nochmal machen würden, weil es sehr viel Spaß gemacht hat und wir viele Menschen erreichen konnten.

Ein herzliches Dankeschön an Sarah, Alina, Florian, Paula, Timo, Mostafa, Toni, Julia D., Tess, Carin, Pia, Angelika, Benedikt, Lina, Hannah, Julia N., Celina, JD und das Bootesverleihteam.

© H. Haggeney, C.Weber

Publikationen