Rückblick auf den Konsumstreik

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Presseerklärung zum Abschluss des Konsumstreiks
 
Vier Wochen Konsumstreik liegen hinter uns - vier Wochen, in denen wir uns intensiv mit bewusstem und sozial-ökologisch verträglichem Konsum auseinandergesetzt haben. Jetzt ziehen wir ein Fazit.
 
Was bestreikt wurde, war äußerst vielseitig: palmölhaltige Produkte, Lebensmittel mit langem Transportweg (z. B. Kaffee und Kakao), Tierprodukte, plastikverpackte Lebensmittel und Kosmetik, energieintensive Bildschirmzeit (z. B. Streaming), Online-Shopping, Autofahren und vieles mehr. Die vielfältigen Streik-Vorhaben zeigen dabei deutlich, in wie vielen Bereichen problematischer Konsum auftritt und Alternativen dazu notwendig sind. 
 
Die Auswertung der Erfahrungsberichte der Teilnehmenden hat dabei ein überwiegend positives Ergebnis erbracht. "Die Streikenden haben berichtet, dass ihnen der Streik nicht nur ein gutes Gefühl, sondern auch Lebensqualität gegeben hat.", sagt Deborah Größwagen von Greenpeace Münster. Der Verzicht von Online-Shopping brachte beispielsweise einen spürbaren Zeitgewinn und die Reduktion von Bildschirmzeit schaffte Raum für Kreativität."
 
Der Konsumstreik inspirierte manche zudem dazu, ihr Verhalten langfristig zu verändern. Eine Teilnehmerin erzählt, dass sie ihr Vorhaben, keine in Plastik verpackten Lebensmittel zu kaufen, fortführen möchte: "Das hat wunderbar funktioniert und ich werde weiter streiken."
 
Aufgrund der Corona-bedingten Beschränkungen fand die Begleitung des Konsumstreiks v. a. online statt. Eingeläutet wurde der Streik mit einer Online-Auftaktveranstaltung, bei der verschiedene Initiativen Konsum unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten beleuchtet haben. Die Streikenden wurden dann über die vier Wochen mit Hintergrundinformationen und Ideen unterstützt und konnten sich über Soziale Medien vernetzen. Zur Halbzeit und am Ende des Streiks sind wir noch einmal mit unseren Mitstreikenden ins Gespräch gekommen und haben uns über die individuellen Erfahrungen ausgetauscht.
 
Für die Zukunft wünschen wir uns einen bewussteren und vor allem nachhaltigeren Umgang mit unserer Umwelt und auch mit unseren Mitmenschen.