Radeln für die Arktis

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Münster, 04.10. – 150 engagierte große und kleine Menschen aus Münster und Umgebung schwangen sich vergangenen Samstag auf ihr Fahrrad um für ein Schutzgebiet in der Arktis zu protestieren. Im Rahmen eines weltweiten Arktisaktionstag rief Greenpeace International zum Ice-Ride auf, einer Fahrraddemonstration, die gleichzeitig in über 30 Ländern und 156 Städten stattfand. Mit Flaggen, Bannern und Eisbärkostümen und unter Fahrradgeklingel fuhren die Arktisschützer auf einer 10 km langen Strecke durch die Münsteraner Innenstadt.

„Wir wollen Aufmerksamkeit erregen und die Menschen dazu bewegen, sich mit dem Thema verstärkt auseinanderzusetzen“, sagt Lukas Reinhardt von Greenpeace Münster. „Weil durch das Abschmelzen der Eismassen durch die globale Erwärmung viele Ölvorkommen freiwerden, führen große Ölkonzerne hochriskante Bohrungen in arktischen Gewässerndurch.“ Neben direkten Schäden, wie dem Auslaufen von Öl, ist die Förderung fossiler Brennstoffe zudem kein nachhaltiges Energiekonzept, welches durch die hohen CO2 – Emissionen den Klimawandel und somit das Schmelzen der Arktis weiter antreibt.

Im Rahmen der Arktis – Kampagne von Greenpeace wurden erst vor zwei Wochen 6 Millionen Unterschriften an die UN übergeben, um den Forderungen nach einem Schutzgebiet in der hohen Arktis Nachdruck zu verleihen.

Bei bestem Wetter versammelten sich die Mitfahrer anschließend auf der sonnigen Wiese vor dem Schlossplatz, um sich dank der Unterstützung durch die Initiative „Münster isst veggie“ mit vegetarischen Würstchen zu stärken und den Klängen der beiden Bands „Mondiales“ und „Alfons Traffic Jam Session“ zu lauschen, die das Event musikalisch ausklingen ließen.