Pestizide schaden

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Münster, 24.10.2015: Weiße Kanister mit Gefahrensymbolen und den Aufschriften „Pestizide schaden der Artenvielfalt“ und „Pestizide töten“ weisen die Verbraucher darauf hin, dass auf dem Acker ungebremst Gifte eingesetzt werden. Der Protest der Greenpeace-Gruppe Münster richtet sich wie in weiteren 37 deutschen Städten an die Supermarktketten Aldi, Edeka, Lidl und Rewe.

Sie werden aufgefordert, ihre Lieferanten und Produzenten zu verpflichten, auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide zu verzichten.

Greenpeace-Tests von Wasser, Boden und Pflanzenmaterial in deutschen Apfelplantagen belegen den hohen Einsatz von Pestiziden. Blätter von Apfelbäumen waren mit bis zu 11 verschiedenen Pestiziden belastet. Zur Ernte hin reduzieren Landwirte den Einsatz, um die Grenzwerte in den Äpfeln einzuhalten (www.greenpeace.de/zeitreihe-pestizide). Aktuelle Tests ergaben, dass 88 Prozent der konventionellen Ware mit Pestiziden belastet waren. Zwar lagen keine Werte über den Höchstmengen, doch 51 Prozent der konventionellen Äpfel enthielten Pestizidcocktails von zwei und mehr Giften. Die Wirkungen solcher Gemische sind weitgehend unbekannt. Alle getesteten Bio-Äpfel waren frei von Rückständen.

„ Damit ein Apfel schön aussieht, nimmt der Handel ein hohes Risiko in Kauf. Für ein makelloses Obst werden teils krebserregende Stoffe wie Captan eingesetzt“, sagt Brigitte Stork von Greenpeace Münster. „Dieser Wahnsinn muss aufhören. Der Einzelhandel kann das ändern und klare Vorgaben für die Produktion machen.“

Die Unternehmen müssen mit ihren Produzenten dafür sorgen, dass der Pestizideinsatz deutlich reduziert wird und keine besonders gefährlichen Pestizide eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/pestizide

 

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