Peace Mural on Tour

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Rück- und Ausblick:
Mit einem großformatigen Gemälde auf einem mobilen Holzaufsteller setzten wir gemeinsam mit dem Künstler Leonhard Kniesz am Weltfriedenstag, dem 21.09.2020, ein Zeichen für Frieden und atomare Abrüstung. Das 2x3 Meter große Kunstwerk entstand anlässlich der Gedenktage an die Atombombenabwürfe über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki, die sich im August zum 75. Mal jährten.

Nach der feierlichen Eröffnung am Landgericht Münster, die bei angenehm spätsommerlichen Temperaturen draußen auf dem Vorplatz stattfinden konnte, war das Kunstwerk dort zunächst bis Ende Oktober im Foyer ausgestellt. Nach der erfolgreichen Kooperation mit dem Landgericht, wurde neuer Mut gefasst, das Kunstwerk ähnlich einer Wanderausstellung für etwa ein Jahr durch die Stadt und verschiedene Institutionen ziehen zu lassen. Schließlich war der Jahrestag der Atombombenabwürfe zwar der Anlass, jedoch bleibt die Aktualität des Themas leider weiterhin bestehen.

Für den November konnte die Stadtbücherei Münster gewonnen werden, wo das Kunstwerk vier Wochen gut sichtbar im Eingangsbereich stand. Ursprünglich waren als Rahmenprogramm für die Ausstellung des Gemäldes verschiedene Veranstaltungen zum Thema ‚Frieden‘ geplant. In Kooperation mit der Stadtbücherei waren sie an deren Aktionstage angedockt. Leider mussten die Veranstaltungen aufgrund der erneut verschärften Corona-Schutzmaßnahmen bis auf einen digital stattfindenden Vortrag entfallen. Die herausragend gute Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei lässt uns jedoch hoffen, dass die Veranstaltungen nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben sind.

Vergangenen Donnerstag, den 03.12.2020, ist das Gemälde nun in die Räumlichkeiten der KSHG (Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde) weitergezogen. Für die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel wird das Kunstwerk nun im Erdgeschoss vor dem Café Milagro zu bewundern sein. Dieses bietet derzeit mittags und abends Speisen zum Mitnehmen an, sodass Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses ebenso wie externe Gäste das Gemälde besichtigen können.

Bei den Atombombenangriffen auf Hiroshima und Nagasaki im Sommer 1945 starben mehr als 200.000 Menschen. Noch immer leiden die Menschen dort unter den Spätfolgen der Atombombenabwürfe. Dieses Kunstwerk ist zugleich Friedenszeichen und Mahnmal. Es schlägt die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Gräueltaten wie in Hiroshima und Nagasaki dürfen nie wieder geschehen. Unser Appell an die Bundesregierung lautet daher: Als indirekt an Atomwaffen beteiligte Nation sollte sich Deutschland den bisher 50 Unterzeichnerstaaten des Atomwaffenverbotsvertrags anschließen. Dies würde einen glaubwürdigen Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt leisten.

Wir werden berichten, wohin es das Kunstwerk die kommenden Monate noch verschlägt.


 

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