Milch ohne Gentechnik

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Greenpeace Umfrage: Kunden wollen Qualität zu fairen Preisen für die Bauern

Münster, 29. November 2008 – Greenpeace Münster startete erfolgreich die Mitmachaktion „Der Cent macht's – Milch ohne Gentechnik.“ Viele Verbraucher schickten Briefe mit einem Cent an die Molkereien Bärenmarke und Weihenstephan mit der Aufforderung, endlich Milchprodukte ohne Gen-Pflanzen herzustellen und auch so zu kennzeichnen. Rund 85 Prozent der Verbraucher in Deutschland wollen, dass Milchkühe kein gentechnisch verändertes Futter erhalten. Das ist das Ergebnis einer von Greenpeace bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Auftrag gegebenen, repräsentativen Umfrage. Zudem wären Verbraucher zu 80 Prozent auch bereit, mehr Geld für Milchprodukte „ohne Gentechnik“ zu zahlen. Zwei Drittel der 1000 Befragten würde Produkte mit dem Hinweis „ohne Gentechnik“ bevorzugt kaufen. Greenpeace fordert die deutsche Milchindustrie auf, Gen-Pflanzen aus der gesamten Produktion zu verbannen.

„Ein Cent je Liter reicht den Landwirten aus, um die Mehrkosten für Futter ohne Gentechnik zu decken“, sagt Alexander Hissting, Gentechnik-Experte von Greenpeace. „Der Verbraucher will es, gentechnikfreies Futter gibt es und trotzdem weigern sich Hersteller wie Weihenstephan oder Bärenmarke Gen-Pflanzen im Tierfutter auszuschließen. Das ist völlig unverständlich. Teuer ist nicht das bessere Tierfutter, sondern der Einsatz von Gen-Pflanzen: Sie zerstören die Artenvielfalt und bergen Gefahren für Mensch und Umwelt.“

Der jüngste Beleg für die Gefahren der Gentechnik ist eine Studie über mit Gen-Mais gefütterte Mäuse, die das österreichische Gesundheitsministerium vergangene Woche veröffentlicht hat. Bei den Tieren fiel eine signifikant beeinträchtigte Fruchtbarkeit auf.

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