Kohlekraftwerk Stade

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Aktion gegen Kohlekraftwerk Stade

Münster, 27. März 2014 – Auf dem Domplatz protestierten heute Mitglieder von Greenpeace gegen den Bau eines Steinkohlekraftwerks in Stade. Damit zeigten sie ihre Unterstützung für zahlreiche Bürgerinitiativen und Umweltverbände, die den geplanten Bau des Kraftwerks entschieden ablehnen.

Kohlekraftwerke setzen deutlich mehr klimaschädliches CO2 frei als moderne Gaskraftwerke. Zudem behindert der Neubau von Kohlekraftwerken die Energiewende, da Kohlekraftwerke im Gegensatz zu Gaskraftwerken nicht dazu geeignet sind, kurzfristige Schwankungen in der Stromproduktion durch erneuerbare Energien auszugleichen. Statt weiter den Bau von Kohlekraftwerken voranzutreiben, wäre es sinnvoller, in den Bau von Gaskraftwerken und die Entwicklung moderner Speichermöglichkeiten für elektrische Energie zu investieren.

Zudem emittieren Kohlekraftwerke große Mengen von gesundheitsschädlichen Schwefel- und Stickoxiden sowie von Staub und Schwermetallen. Damit gehören sie in Deutschland zu den schlimmsten Quellen von giftigen Luftschadstoffen und erhöhen das Risiko für Krebs und Atemwegserkrankungen. Nach einer Studie der Universität Stuttgart führen die Emissionen deutscher Kohlekraftwerke jährlich zum Tod von etwa 3000 Menschen (Tod aus dem Schlot – Wie Kohlekraftwerke unsere Gesundheit ruinieren. Gerald Neubauer, Greenpeace 2013).

Darum fordert Greenpeace:

  • den langfristigen Ausstieg aus der Stromerzeugung durch Kohle
  • die Abschaltung aller Braunkohlekraftwerke bis 2030
  • die Abschaltung aller Steinkohlekraftwerke bis 2040
  • keinen Neubau von Kohlekraftwerken

Weiterführende Links

Tod aus dem Schlot