Hau weg den Gendreck

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Münster, 05.09.2010 – Reges Treiben beim Kinderumweltfest auf dem Naturlandhof Lütke Jüdefeld an der Gasselstiege. Kinder stellen sich an zum Dosenwerfen auf Gen-Kartoffel, Gen-Tomate und Gen-Mais. Stop Genfood ist auf dem großen Banner von Greenpeace zu lesen. Derweil informieren Greenpeace Aktivisten über die Risiken der Gentechnik und verteilen die aktualisierten Einkaufsratgeber „Essen ohne Gentechnik“. Mit dem Ratgeber erfährt der Verbraucher, welche Firmen und Marken auf Gen-Pflanzen im Tierfutter nicht verzichten wollen. Auch die Firmen und Marken, die gentechnikfreie Fütterung zusichern können, sind aufgelistet.

„Es ist nicht hinnehmbar“, so Brigitte Stork von Greenpeace Münster, „dass Produkte von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert werden, nicht gekennzeichnet werden müssen. Milch und Milchprodukte, Eier und Fleisch müssen also nicht gekennzeichnet werden. Diese Gesetzeslücke sollte endlich geschlossen werden.“

Bis vor Kurzem hatte Unilever Deutschland gentechnikfreie Fütterung für die „Du darfst“- Wurst zugesichert. Nun werden die Tiere, von denen die Wurst stammt, wieder mit Gen-Pflanzen gefüttert. Der Verbraucher wurde davon nicht in Kenntnis gesetzt. Mit Aktionspostkarten fordert Greenpeace Unilever Deutschland auf, wieder auf gentechnikfreie Fütterung umzustellen. „Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr. Tragen Sie dazu bei, dass unsere Nachkommen in einer intakten Umwelt leben,“ lautet die Forderung von Greenpeace.

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