Hähnchen-Stinkefinger bei McD.

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Münster, 28. 3. 2015 – Samstagmittag 12 Uhr: Vor den McDonald’s Filialen in der Ludgeristraße und in der Rudolf-Diesel-Straße protestieren Greenpeace-Aktivisten gegen Billigfleisch bei McDonald’s. Sie plakatieren die Fenster mit den Forderungen: „Stoppt genmanipuliertes Futter!“ und „Stoppt Massentierhaltung!“ Flyer, die an Passanten verteilt werden, zeigen eine Hühnerkralle in Form eines Stinkefingers.


McDonald’s Deutschland lässt zu, dass Gentechnik und Antibiotika im Futtertrog der Tiere landen (https://www.greenpeace.de/genfutter). Den Verbrauchern wird Billigfleisch aus der Massentierhaltung verkauft. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von Greenpeace zeigt jedoch, dass Verbraucher kein billiges, mit Gentechnik und Antibiotika produziertes Hähnchenfleisch wollen (Umfrage unter http://gpurl.de/kgX1T). „McDonald‘s ignoriert die Wünsche der Verbraucher“, sagt Heiko Wischnewski von Greenpeace Münster. „Die Folgen der skrupellosen Billigfleischproduktion müssen wir alle tragen – auch Verbraucher, die McDonald’s meiden.“


Die Produktion von Billigfleisch wirft nicht nur ethische Fragen nach dem richtigen Umgang mit Tieren auf, sondern hat auch gefährliche Folgen für Mensch und Umwelt. Dazu gehört die Zunahme multiresistenter Keime auf Hähnchenfleisch durch den hohen Einsatz von Antibiotika in den Ställen. Böden und Wasser werden durch hohe Nitratmengen aus Mist und Gülle belastet. Der Anbau gentechnisch veränderter Futtermittelpflanzen führt zudem zu einem vermehrten Einsatz von Agrarchemikalien.


Greenpeace fordert von McDonald’s und seinen Lieferanten eine nachhaltige und artgerechte Produktion von Fleisch, Eiern und Milch, den Verzicht von Gen-Futter sowie den Verzicht von in der Humanmedizin wichtigen Antibiotika. Den vorsorglichen Einsatz von Antibiotika lehnt Greenpeace ab.