Gentechnik-Riegel

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Münster, 21. März 2013 – Es ist 16:00 Uhr und auf dem Bürgersteig vor der Westfalen-Tankstelle an der Steinfurter Straße steht eine Menschenkette. Die Menschen tragen Schilder, auf denen steht: „Kein Verkauf von gentechnisch veränderten Süßigkeiten!“ Im September 2012 hatte das Aktionsbündnis „Gentechnikfreie Stadt Münster“ im Sortiment der Westfalen-Tankstelle Süßwaren mit gentechnisch veränderten Zutaten festgestellt und den Betreiber der Westfalen-Tankstelle aufgefordert, diese aus den Regalen zu entfernen. Solche Süßigkeiten enthalten Gen-Mais, Gen-Soja und/oder Gen-Zucker bzw. deren Verarbeitungsprodukte wie Sojalecithin oder Maisstärke. Mit der Aktion vor der Westfalen-Tankstelle am 21.03.2013 werden die Verbraucher informiert, was in den harmlos aussehenden Süßigkeiten wirklich drin steckt. Außerdem wird der Betreiber der Westfalen-Tankstelle nochmals aufgefordert, die Gentechnik-Riegel aus dem Sortiment zu nehmen. Er reagiert sofort mit der vorübergehenden Entfernung, will aber noch überlegen, ob er demnächst das Sortiment mit einer deutlicheren Kennzeichnung der Zutaten versehen wird.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen lehnt Gentechnik in Lebensmitteln ab, wie sich in vielen Umfragen der letzten Jahre zeigte. „Doch wer rechnet schon damit, dass Süßigkeiten, die man an der Tankstelle kauft, gentechnisch verändert sein können“, so Brigitte Stork von Greenpeace Münster. „Sicherlich studieren die wenigsten Verbraucher die Zutatenliste genau. Somit kaufen wahrscheinlich viele Verbraucher ohne Kenntnis des Kleingedruckten und gegen ihren Willen diese Produkte.“

Bei den Süßigkeiten handelt es sich um Produkte der Firma Nestlé (Butterfinger, Baby Ruth) und der Firma Hershey (Cookies‘n’Creme, Milk Chocolate, mr. Goodbar, Whatchamacallit, PayDay, Zero). Genauere Angaben zu den Zutaten finden Sie unter www.greenpeace.de/genalarm.

Das Aktionsbündnis „Gentechnikfreie Stadt Münster“ setzt sich gegen die ökologisch riskante Grüne Gentechnik ein. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen gefährdet die Umwelt, bedroht die Artenvielfalt und macht langfristig die gentechnikfreie Landwirtschaft unmöglich. Mögliche Gefahren von genmanipulierten Lebensmitteln auf die menschliche Gesundheit sind bisher noch nicht ausreichend erforscht.

Das Aktionsbündnis „Gentechnikfreie Stadt Münster“ fordert: Kein Verkauf von gentechnisch veränderten Produkten, kein Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.

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