Geheimnis des Bienensterbens

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Münster, 12.02.2012 – Imker und Interessierte aus ganz Deutschland tummeln sich im Speicher 10 beim Apisticus-Tag. 2000 Fachgäste werden insgesamt an zwei Tagen gezählt. Neben 70 Ausstellern, die u.a. Imkereibedarf zeigen, werden vor allem Informationen und Fachvorträge angeboten. Mehr als 200 Gäste verfolgen gespannt und mit innerer Anteilnahme den Dokumentarfilm „Das Geheimnis des Bienensterbens“ von Mark Daniels.

„Letztendlich bedeutet der Verlust der Bienen die Frage unseres Überlebens“, so der Filmemacher. „Ein Drittel der menschlichen Nahrung hängt heute unmittelbar von der Biene ab.“ In eindrucksvollen Bildern zeigt der Film, wie sich die Landschaften verändert haben. Monokulturen prägen heute unsere Kulturlandschaft und durch Pestizide, d.h. durch sogenannte Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel, geht die biologische Vielfalt verloren. Dabei wird das ohnehin schwache Immunsystem der Bienen so geschädigt, dass Infektionen und parasitäre Befälle zunehmen. Insektizide einer neuen Generation, die Neonikotinoide, wirken auf das Nervensystem der Bienen ein. Dadurch können die Bienen z.B. die lebensnotwendige Orientierung oder wichtige Verhaltensweisen verlieren. Wissenschaftliche Befunde belegen: Das Bienensterben ist nicht allein auf die Varroa-Milbe zurückzuführen, mehrere Faktoren – einseitige Nahrung, Insektizide, Viren, Stress – greifen ineinander und potentieren sich sogar.

Der Dokumentarfilm macht betroffen und erschrocken. Am Stand von Greenpeace Münster informieren sich die Imker und Interessierten über die Wirkung und die Gefahren der Pestizide sowie über die Risiken der Agro-Gentechnik. Greenpeace fordert ein Pestizidreduktionsprogramm, keine Zulassung besonders gefährlicher Pestizide in Deutschland und Europa sowie Förderung des ökologischen Landbaus und der Anbaumethoden mit nicht chemischem Pflanzenschutz.

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