Ein Tag zum Schutz der Arten

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Münster, den 12.06.2016 - Aus Anlass des Artenschutztages hatte der Allwetterzoo Greenpeace Münster noch einmal eingeladen. Wie bereits in der Vorwoche hatten die Greenpeacer*Innen viele Dinge für Groß und Klein im Gepäck. Zusätzlich zu Anschauungsmaterial und zu Spielen für Kinder zum Thema Plastik boten die Aktivist*Innen noch Informationen zum Thema Fischerei, Walfang und zu bedrohten Tierarten aus den Wäldern der Welt an. 

Auch der Eisbär Olga war wieder vor Ort . Er lockte viele Kinder und Erwachsene zum Streicheln und Fotografieren an. Gleichzeitig erinnerte er schwitzend an den beginnenden Klimawandel und weitere Gefährdungen durch einen Cocktail an Giftstoffen, der auf die Pflanzen- und Tierwelt in der Arktis einwirkt. Auf die kältesten Regionen der Erde regnen und schneien durch die sogenannte globale Destillation all die chemischen Stoffe, die in den entwickelten und sich entwickelnden Industriestaaten abgegeben werden. Viele davon lagern sich im Fettgewebe der Tiere ein und akkumulieren bis zum Ende der Nahrungskette aus Plankton, Fischen, Robben und Seelöwen, Walen und Eisbären. Am Ende dieser Kette stehen wir Menschen selbst.

Im Meer sammeln sich Plastikreste nebst giftigen Zusatzstoffen aus den Flüssen und von Fischernetzen. Fische, Seevögel und Wale werden so unfreiwillig zu Mülldeponien. Seevögel beispielsweise verheddern und erhängen sich in verloren gegangenen oder illegal entsorgten Fischernetzen, da sie aus diesen verzweifelt versuchen Nester zu bauen. Intensive Fischerei bedroht die Artenvielfalt auf See noch zusätzlich. Als ob die Ausbeutung der Weltmeere nicht bereits genug Schaden anrichten würde.

Und schließlich mutieren auch die Wälder - vor allem die Regenwälder zunehmend zu Industriegebieten. Durch unsere Gier nach billigen Rohstoffen wie Soja für die Mast von Tieren für die Fleischproduktion, Palmöl für zahlreiche Lebensmittel und anderen Produkte des Alltages wie auch Holzproduktion wird der Lebensraum für zahlreiche Arten zunehmend zerstört. Viele dieser Arten sind noch nicht einmal erforscht. Viele Naturvölker verlieren so ihre angestammte Heimat. Für die Industrie wird viel Energie benötigt, den große Staudämme produzieren, wie der geplante Staudamm am Topajas, einem Nebenfluss des Amazonas. Dies war am 18.06.2016 Thema eines weiteren Informationsstandes.

 

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