Demo zur Artenvielfalt

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Greenpeace Münster veranstaltet Artenschutzdemonstration

Münster, den 5. April 2008 – Pinguine watscheln über die Windhorststraße, Ents gesellen sich zu ihren Artgenossen auf der Promenade, Löwen brüllen auf dem Domplatz und Jaguare flitzen zu getrommelten Urwaldrhyhtmen über die Salzstraße. Vor dem Rathaus fallen die Aktivisten in den Tierkostümen wie tot um. Der Sensemann geht um. Eine Uhr zeigt: „Es ist fünf vor zwölf“. Mit dieser öffentlichen Demonstration machen über 80 Greenpeace-Aktivisten aus ganz NRW auf das rasante Artensterben aufmerksam. Im Vorfeld der CBD-Konferenz („Convention on Biological Diversity“) fordern die Aktivisten mehr Engagement für den Artenschutz.

„Mit dieser Demonstration möchten wir nicht zeigen, wofür es schon zu spät ist, sondern vor allem, dass es noch eine Menge Tiere und Pflanzen gibt, die wir schützen können.“ sagt Manuel Bartels, Urwaldexperte von Greenpeace Münster, während ein Aktivist im Fischkostüm hinter ihm vorbei marschiert. „Bei der CBD-Konferenz diesen Mai in Bonn kommen Vertreter von 188 Staaten zusammen um Artenschutzmaßnahmen zu vereinbaren. Damit bei dieser Konferenz nicht nur heiße Luft herauskommt, möchten wir mit der Demonstration die Öffentlichkeit informieren und Druck ausüben.“ so Bartels weiter, „Greenpeace Münster fordert deswegen alle dazu auf sich für aktiv für den Artenschutz einzusetzen“.

Nicht nur die Politik müsse sich für den Artenschutz einsetzen, sondern auch jeder einzelne könne mit seinem Verhalten den Artenschutz unterstützen, erklärt Bartels weiter: „Das geht z.B. in dem man nur Fisch isst, der nicht vom Aussterben bedroht ist, Energie spart und ausschließlich FSC-zertifizierte Holzprodukte kauft.“ So verteilen die Demonstranten Einkaufsführer für Recyclingprodukte in Münster, Einkaufsratgeber für Fisch- und Holzprodukte und Flyer mit zusätzlichen Informationen, wie jeder sich für den Artenschutz einsetzten kann.

Des weiteren kann jeder mit einer Unterschrift für den Urwaldschutz ein Zeichen setzen.

Binnen zwei Sekunden wird Urwald in der Größe eines Fussballfeldes abgeholzt und fast eine ganze Tonne Meerestiere als Beifang tot oder schwer verletzt über Bord geworfen. Empfindliche Lebensräume werden zerstört und damit eine umfassbare Artenvielfalt unwiederbringlich vernichtet.

Zeit international zu handel: Ein globales Netzwerk an Schutzgebieten muss eingerichtet und klare Maßnahmen hin zu einer ökologischen Fischerei- und Forstwirtschaft verabschiedet werden. Wir möchten, dass die CBD-Konferenz in Bonn zum Meilenstein in der Geschichte des Erhaltes der Artenvielfalt wird.