Demo zum Klimagipfel(COP21)

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Demo zum Klimagipfel(COP21) am 23.11.2015 um 18:00 am Rathaus Münster

Angesichts dessen, dass der Klimawandel bereits offenkundig begonnen hat und kurz vor dem möglicherweise entscheidenden Gipfel zu diesem Thema in Paris wollen wir noch einmal alle unsere Kräfte gegen den Klimawandel in die Waagschale werfen. Das Ziel bleibt den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen, beziehungsweise massiv zu bremsen, um Zeit für die Anpassung an die Veränderungen zu gewinnen.

Um dieses Anliegen zu verdeutlichen wurde der Cooperide ins Leben gerrufen, eine Radtour quer durch Europa, die am 14. November in Kopenhagen gestartet ist und am 5. Dezember Paris erreichen wird. Diese Fahradtour soll die Aufmerksamkeit auf den Klimagipfel lenken und will zeigen „ […] dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen eine Wahl und keine Notwendigkeit ist, dass Alternativen möglich sind und dass der Einsatz für einen Wandel stark ist.“.
Am 23. November erreicht der Cooperide Münster und fährt am Tag darauf weiter nach Bochum. Mehr Informationen über den Cooperide findet ihr hier: http://cooperide.org/

Am 23.11. um 18:00 Uhr möchten wir, Greenpeace Münster, in Zusammenarbeit mit Cooperide und euch eine Demo veranstallten, um auf den Klimawandel und den kommenden Klimagipfel aufmerksam zu machen. Wir würden uns sehr freuen euch zahlreich begrüßen zu dürfen. Da es schon sehr dunkel ist um die Uhrzeit, möchten wir die Demo mit Kerzen und Laternen etwas aufhellen. Also bringt euch eine Kerze oder die Laterne vom letzten Martinsumzug mit, damit wir den Weg in eine Zukunft mit gutem Klima finden.
Die Demo startet am Rathaus und geht dann über den Drubbel zur Überwasserkircke. Von da aus laufen wir über den Domplatz zurück zum Rathaus, wo wir die Veranstalltung mit einer Mahnwache ausklingen lassen.
Demo-Route auf openrouteservice: Zur Route

Wir freuen uns auf euch und den Cooperide



Hier noch ein paar Infos zum Klimawandel:

Der Klimawandel ist einer der größten Bedrohungen, denen sich die Menschheit je ausgesetzt sieht. Einiges mag aus den Nachrichten bekannt sein. Doch er ist leider schon lange keine graue Theorie mehr mit Betroffenen nur in fernen Ländern, sondern längst auch bei uns angekommen. Immer häufiger treten auch in Deutschland extreme Wetterphänomene auf, wie Starkregen und heiße und trockene Sommer die den Menschen und auch der Landwirtschaft zu schaffen machen.

Die massive Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle und Öl, aber auch die intensive Landwirtschaft führen zu einem Ausstoß klimawirksamer Gase wie CO , Methan (CH ) und Lachgas (N2O) und machen so die Erde zum Treibhaus. Diese Gase reduzieren die Wärmeabstrahlung, sodass sich die Atmosphäre, die Meere und der Boden darunter erwärmen. "Wir wissen mit Gewissheit, dass sich das Klima wandelt und die meteorologischen Bedingungen wegen des menschlichen Verhaltens immer extremer werden", sagt WMO-Generalsekretär Michel Jarraud. "Wir müssen den Trend stoppen, indem  wir den Ausstoß von CO und anderen Treibhausgasen zurückfahren."

Aktuelle Daten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zeigen, dass die Konzentration von Kohlendioxid (CO2 ) in der Luft seit 30 Jahren nicht so stark angestiegen ist wie im Zeitraum von 2012 auf 2013. Die Menge an Treibhausgasen (C02, Methan, Lachgas) in der Atmosphäre hat damit einen neuen Höchststand erreicht.

Folgen der Klimaerwärmung:
- Abschmelzen des ewigen Eises mit der Folge des Anstiegs der Meeresspiegel. Befürchtet wird ein Anstieg von bis zu 1 Meter in den nächsten Jahrzehnten. Dadurch kommt es zu Überschwemmungen, zum Verlust von Siedlungsflächen und Anbauflächen und zu mehr Klimaflüchtlingen.
- Extreme Wetterlagen (Dürren, Starkregen, Überschwemmungen, zunehmende Stärke und Frequenz von Hurrikanen mit der Folge von Missernten, Zerstörung, Milliardenschäden, Klimaflüchtlingen)
- Abtauen der Permafrostböden mit der Folge der Freisetzung enormer Mengen an Treibhausgasen und einer irreversiblen Beschleunigung der globalen Temperaturerhöhung, sobald die Temperaturerhöhung die zwei Grad Celsius Marke überschreitet.
- Umverteilung der Wasserverfügbarkeit mit einer Zunahme in den Tropen und zunehmender Trockenheit und damit Wüstenbildung in mittleren und semiariden niedrigen Bereichen.
- Versauerung der Meere durch Bindung von C02 als Kohlensäure Artensterben, Korallensterben, Veränderung der Ökosysteme
- Veränderungen bei der Nahrungsmittelproduktion
- gesundheitliche Folgen: Mangelernährung, Hitze, Atem-und Kreislauferkrankungen, Auftreten von Infektionserregern
- Gefahr der Änderung der großen Meeresströmungen: z.B. in Europa zu einer Eiszeit, im Amazonas zur Versteppung führen.

Forderungen:
Dabei liegen die notwendigen Maßnahmen schon lange auf der Hand:
- weiterer Umbau des Verkehrs durch integrale Verkehrssysteme
- konsequenter Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe
- systematischer Ausbau der regenerativen Energieträger
- forcieren von Energieeinsparmaßnahmen im kleinen wie in Privathäusern mit alternativen Wärmedammstoffen ohne den Einsatz von erdölträchtigen Schaumstoffen sowie im Großen bei Gebäuden der Gemeinden

Richtwerte:
Mindestens 40 Prozent geringerer CO2 Ausstoß in Deutschland bis 2020 (gegenüber 1990)
Mindestens 55 Prozent geringerer CO2 Ausstoß in Europa bis 2030 (gegenüber 1990) Klimagerechtigkeit und finanzielle Hilfe für die ärmsten Länder der Welt

Resume:
Bei vielen dieser Maßnahmen tut eine enge Zusammenarbeit auf internationaler Eben Not. Angesichts dieser Bedrohung müssen nationale Ressentiments und Ideologien zurückstehen hin zu einer Mentalität praktischen Umsetzung konkreter Maßnahmen.

 

Quellen:
(1) http://www.de-ipcc.de/
(2) http://www.umweltbundesamt.at/ms/klimawandelanpassung/de/anpassungandenklimawandel/kwa_schwerpunkt/kwa_ipcc5_1/
(3) http://www.greenpeace.de/themen/klimawandel
(4) http://www.wmo.int/pages/mediacentre/press_releases/documents/1002_GHG_Bulletin.pdf
(5) http://www.nature.com/nature/journal/v505/n7481/full/nature12829.html
(6) http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-wmo-bericht-zeigt-schnellen-anstieg-von-treibhausgasen-a-990568.html
(7) http://www.taz.de/!143571/
(8) http://www.greenpeace.org/usa/en/campaigns/global-warming-and-energy/polluterwatch/Dealing-in-Doubt---the-Climate-Denial-Machine-vs-Climate-Science/Dealing-in-Doubt-The-Denial-Machine-Goes-Global/

Weiterführende Links

Thema Klimawandel, Greenpeace Deutschland
Artikel zum Klimawandel der Greenpeacegruppe Münster
Thema Klimawandel, Greenpeacegruppe Böblingen-Sindelfingen