Auf dem Wasser…

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Auf dem Wasser waren wir am 15. Juni mit Tretbooten, Banner und Plakaten unterwegs und an Land mit einem Infostand an den Aaseeterassen vertreten.

An Land konnten Passanten ihr Wissen testen und anhand des großen Kreide-Zeitstrahles auf dem Boden schätzen, wie viele Jahre verschiedenste Plastikgegenstände unseres Alltags benötigen, um aus ihrer jetzigen Form zu Mikroplastik zu „zerfallen“.

„Zerfallen“ stimmt nicht wirklich, denn gelangt das Plastik in die Natur, wird es über die langen Zeiträume durch die Sonneneinstrahlung und Reibung (durch Wellen) spröde und so zu immer kleineren Stückchen zerrieben. Irgendwann sind die Partikel dann so klein (<5mm), dass man sie mit bloßem Auge nur noch schwer oder gar nicht mehr erkennen kann.

Leider gilt; je kleiner die Partikel, desto größer wird das Problem.

Denn nur weil etwas nicht sofort sichtbar ist, heißt es ja nicht, dass es nicht da ist. Im Gegenteil; die Menge an Mikroplastik, die jährlich in die Meere gelangt beläuft sich auf tausende Tonnen. In und an Plankton befinden sich die kleinen Plastikpartikel und werden so von den Meerestieren aufgenommen. Wale, die so Unmengen an Plastik schlucken, Fische und Seevögel, in deren Mägen große Mengen an Plastik nachgewiesen wurden: darüber wurde schon oft berichtet.

Auch wir Menschen sind dabei nicht ausgeklammert: Einer aktuellen Studie zufolge nehmen wir im Schnitt 5 Gramm Mikroplastik pro Woche zu uns.

Was also tun, um der Plastikflut Einhalt zu gebieten? An dem Tag beschränkten wir uns auf das, was jeder ganz einfach selbst verändern kann. In den Gesprächen mit PassantInnen kam unter anderem das hier zustande:

+ Gemüse und Obst mit Obstnetzen einkaufen (oder einfach lose auf die Waage legen

+ Wasser aus Glasflaschen, oder noch besser, direkt aus dem Wasserhahn trinken

+ eigene Kosmetik auf Inhaltstoffe testen – oft ist Mikroplastik hinter kryptischen Wörtern verborgen. Nur mikroplastikfreie Kosmetik (Zahnpasta, Cremes, Deo, Peelings) kaufen

+ den zwei coolen Unverpacktläden in Münster einen Besuch abstatten und sich inspirieren lassen

+ eigenen Thermobecher für den Kaffee bei sich tragen

+ jetzt im Sommer beim Grillen einfach normales Besteck von Zuhause nutzen

 Der Styroporbecher, heute im Park liegen gelassen, wird in 50 Jahren zersetzt worden sein. Die  normale Plastikflasche braucht, die jetzt im Aasee landet, braucht 450 Jahre, um zu Mikroplastik zu werden.

„Save the Seas“ fängt genau hier an. Bei uns.