Aktion auf den Externsteinen

Media

Greenpeace Aktivisten haben am heutigen Vormittag für die Einrichtung eines Nationalparks im Teutoburger Wald auf den Plattformen der Externsteine demonstriert. Sie spannten ein zwölf mal zwei Meter großes Banner mit der Aufschrift: „Nationalpark Teutoburger Wald jetzt!“ zwischen die Felsen des Naturdenkmals.

Zusätzlich verteilten Umweltschützer aus der Region auf dem Gelände vor den Felsen Infomaterial an die Passanten. Die ca. 30 Ehrenamtlichen forderten mit diesem Banner sowie mehreren kleinen Handbanner den Kreis Lippe, den Landesverband Lippe und das Land NRW auf, Verantwortung für die alten Buchen-Wälder zu übernehmen und einen Nationalpark in Ostwestfalen-Lippe einzurichten.

Laut Emnid-Umfrage sind 86 Prozent in NRW für einen Nationalpark in OWL

Auch wenn die lokale Politik zerstritten ist, so ist sich die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen einig. Eine große Mehrheit in NRW befürwortet einen Nationalpark im Teutoburger Wald. Das zeigt eine Umfrage vom 30. Oktober 2012 des unabhängigen Emnid-Instituts, im Auftrag einiger Umweltverbände. Die Ergebnisse sind eindeutig: 86 Prozent der Menschen in NRW und 76 Prozent im Regierungsbezirk Detmold sprechen sich für einen Nationalpark in OWL aus. Greenpeace sieht in diesen überaus deutlichen Ergebnissen einen klaren Arbeitsauftrag an die Kreisparteien und die Landesregierung von Frau Kraft, sich stärker für den Natur und Waldschutz einzusetzen und einen Nationalpark in OWL voran zu treiben.

NRW belegt einen der letzten Plätze im bundesweiten Vergleich zum Waldschutz

„Nordrhein-Westfalen besitzt kaum noch naturnahe Wälder“, so Christian Fischer, Wald-Ansprechpartner von Greenpeace Münster. „Aus diesem Grund müssen wir auch für kommende Generation mit besonderer Anstrengung unsere letzten alten Wälder schützen.“ NRW liegt nach Berechnungen von Greenpeace im bundesweiten Vergleich mit weniger als einem halben Prozent geschützter Waldfläche auf dem drittletzten Platz. Dabei liefert ein Schutzgebiet einen wichtigen Beitrag zur Rettung vieler Tier- und Pflanzenarten, die in forstwirtschaftlich genutzten Flächen nicht überleben können. Gerade das Gebiet des Teutoburger Waldes besitzt hinsichtlich der natürlichen Lebensräume und seines typischen Artenspektrums eine bundesweite Bedeutung. Die sich selbst überlassenen Wälder sind zudem wichtige Lernflächen für eine wirklich naturnahe und zukunftsfähige Waldbewirtschaftung. Ein Nationalpark ist ein Zugpferd für die regionale Tourismuswirtschaft und erhält dauerhaft regionale Arbeitsplätze.

CDU Lippe tagt heute zur Einrichtung eines möglichen Nationalparks

Die Mitglieder der CDU Lippe treffen sich heute auf einem vorgezogenen Parteitag, um über den geplanten Nationalpark zu entscheiden. Christian Fischer fordert ein positives Signal von der CDU Lippe: „Die ökonomischen, ökologischen und sozialen Chancen für die Region müssen genutzt werden.“ Greenpeace fordert darum, dass die Arbeitskreise zur aktiven Mitgestaltung der Nationalparkverordnung für die Menschen in Ostwestfallen-Lippe wieder eingeführt werden.

Weiterführende Links

Unterschreiben Sie für den Nationalpark

Tags