5 Jahre Vegan und Vegetarisch

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Münster, den 16.7. 2016 - Zum 5 jährigen Jubiläum des Veggietages Münster wurde zum veggie street day eingeladen. Von 11 - 18 Uhr gab es am vor dem Stadthaus 1 ein Straßenfest mit vielen Ständen und Aktionen rund um das Thema vegetarische und vegane Ernährung.

Unter anderem wurde durch die BUND Jugend, den Tierrechtstreff Münster, Viva con Agua, dem Veggietag und unserer Greenpeace Gruppe informiert. Des weiteren waren roots of compassion, die tierretter und der Unverpackt Laden vertreten. Natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt, denn das Krawummel war mit einem Food Truck am Start um vegane Döner, Falafel und Süßkartoffelpommes anzubieten. Veganes Eis und Milchshakes gab es von der Eisdiele Il Gelato.

Unsere Greenpeacegruppe war mit sechs Jugendlichen und drei Aktiven der Hauptgruppe vor Ort und hatte für diesen Tag den Fokus auf die Themen Fleischkonsum und Regenwald gelegt, da diese in enger Verbindung miteinander stehen. Denn die Hauptursachen für die Zerstörung des Regenwaldes sind Rodungen für Palmölplantagen und für den Anbau von Soja als Futter für Masttiere. Außerdem gefährden neue Großprojekte die grünen Lungen unseres Planeten.

Um eines dieser Großprojekte geht es in der aktuellen Greenpace Kampagne „Save the heart of the Amazon“ („Schützt das Herz des Amazonas Regenwaldes“) über die wir informiert haben und wozu wir 60 Unterschriften sammeln konnten. Dabei handelt es sich um den Plan der brasilianischen Regierung, einen riesigen Stausee in einem Nebenarm des Amazonas, dem Rio Tapajos, zu bauen. Dieses Gebiet ist eines der letzten unberührten Regenwaldflächen und dazu noch die Heimat des indigenen Volkes, der Munduruku.

Die deutsche Firma Siemens wird dieses Projekt wahrscheinlich mit Krediten und der Produktion der Turbinen für das Wasserkraftwerk unterstützen. Die Verwirklichung dieses Plans hätte immense Folgen auf die Umwelt und Kultur. Primärregenwald von mehr als der doppelten Fläche der Stadt München würde überflutet werden. Das bedeutete ein Verlust des Lebensraumes für unzählige Tier- und Pflanzenarten und eine Zwangsumsiedlung der Munduruku in Camps.

Deshalb fordern wir Siemens auf Abstand zu nehmen von zerstörerischen Projekten wie diesem und weder bei der Finanzierung, noch bei dem Bau zu helfen, sondern auf Alternativen zu setzen: In Brasilien gibt es genug Sonne und Wind!

Dieser Forderung wollen wir mit einer Postkartenaktion gegen Siemens und einer Unterschriftenaktion Gewicht verleihen, indem aus den Unterzeichnungen eine virtuelle Menschenkette um das betroffene Gebiet gebildet wird. Machen Sie Online mit!

Neben der aktuellen Kampagne wollten wir natürlich auch auf die Auswirkungen des Fleischkonsums Aufmerksam machen. Dafür haben wir plastisch dargestellt, wie viel CO2 die Produktion von der gleichen Menge Fleisch und Gemüse hervorbringt und unser Banner „Ihr habt es in der Hand - Regenwaldzerstörung beginnt an der Kasse“ konnte als Zusammenfassung unseres Appells gesehen werden: esst weniger Fleisch, achtet darauf nur Biopalmöl zu kaufen und helft uns zerstörerische Großprojekte wie das am Rio Tapajos zu stoppen. Gemeinsam können wir das schaffen!

© H. Haggeney, C.Weber

Publikationen

Weiterführende Links

Petition "Kein Palmöl aus Raubbau"
Aktion zum Mitmachen: Rettet den Amazonas
Report Siemens: Grüne Inovation oder Amazonas-Zerstörung